Glosse

Ob nun wirklich alle Frauen Prinzessinen sein möchten, bezweifle ich doch sehr stark. Aber das wunderschöne Logo von Herr Glööckler, die prunkvolle Krone macht sich doch auf vielen Dingen sehr dekorativ.
So teilte mir meine Mitarbeiterin mit, dass sie Tapeten von Glööckler gesehen habe, die einfach fantastisch wären. Jedoch würde eine einzige Rolle schon ein ‘kleines Vermögen’ kosten. Ja, wer kann sich das schon erlauben, wohl nur eine Prinzessin.
Kürzlich in einer Tierhandlung sah ich Decken und Körbchen mit dieser berühmten Krone. Der Preis dafür war auch nicht ohne. Ich überlegte, ob mein wunderschöner, kräftiger Kater nun eine Prinzessin sein möchte? Doch ihm ist sicherlich gutes Futter lieber als auf einer Krönchendecke zu liegen.  
Ich bemerkte dann noch, dass es sogar Toilettendeckel mit Glööcklers Krone geben würde. Plötzlich stand die andere Mitarbeiterin auf und teilte mit:
„Ich gehe jetzt zur Toilette und möchte aber sofort einen Toilettendeckeln von diesem ‘Gockel’.“ Ihr fiel in der Eile der Name Glööckler wohl nicht ein und was dann da heraus kam, brachte unsere ganze Mannschaft zu herzhaftem Lachen.
So hat Herr Glööckler mit seinem äußerst prägnaten Geschäftssinn doch etwas sehr Gutes geleistet. Wir sind ja keine Prinzessinnen und haben uns in dem Moment auch nicht so vornehm prinzessenhaft verhalten, sondern nur herzlich gelacht. Ich hoffe, Herr Glööckler nimmt es mir nicht übel, denn seine Kreativität - auf all und jedes eine Krone zu positionieren sowie wunderschöne Mode und anderes zu entwerfen -  finde ich wirklich bewundernswert. Ihre Uli

Telefonieren will heute jeder und im Internet surfen ebenfalls. Und jeder will dies alles möglichst günstig. Denn jeder telefoniert heute länger und mehr als früher, und überall.  Oma mit ihren Enkeln, Mutti mit ihrer Schwester und Papa mit Geschäftsfreunden. Und besonders langamtig und stundenlang die 12-jährige Tochter mit ihrer Schulfreundin, während der 14-jährige Sohn im Internet „arbeitet“. Aber dafür gibt es ja seit Jahren die Flatrate (engl. Pauschaltarif).
Man muss auch sehr aufpassen, da ja alle Nase lang diese Tarife geändert werden. Um auch noch preisgünstiger telefonieren zu können, habe ich gerade jetzt meinen Telefontarif geändert.Nun hoffe ich, dass die nächste Rechnung günstiger ausfällt, als bisher. Und wehe, wenn nicht.
Zudem hatte ich mir eine neue Kleinst-Telefonanlage angeschafft, da die Alte oftmals streikte.
Es war auch alles bestens, bis auf ein paar Kleinigkeiten. Um diese zu klären, rief ich bei der Telekom an. Das allerdings war ein ganz  besonderes Ereignis. Wählt man die berühmte Nummer, spricht man zunächst mit einer Stimme, hinter der aber keine Person zu stecken scheint. Man kann sein Anliegen vortragen, muss verschiedene Ziffern drücken und wenn man Glück hat, ist nach langem Warten auch eine Person am Telefon. „Ich möchte meinen Anrufbeantworter selber besprechen und nicht die Ansage der Telekom darauf haben. Bitte löschen Sie das.“ Leider konnte mir weder diese Person noch verschiedene andere Menschen helfen, obwohl ich mehrmals die besten Anweisungen erhielt. Einen ganzen Vormittag verbrachte ich damit, immer wieder dort anzurufen, und da ich nun einmal registriert war, kamen auch die Verbindung etwas schneller zu stande. Aber immer wieder Fehlanzeige. Es blieb dabei: „Dieser Anschluss ist im Augenlick nicht besetzt, versuchen Sie es später noch einmal.“
Sämtliche Stellen konnten diese einprogrammierte Ansage nicht löschen. Da plötzlich, hatte es doch noch geklappt, ich bin ich der Meinung, irgendwie habe ich es dann selber hinbekommen.
Ein Vormittag war hin, aber nun klappt hier wieder alles bestens ...
Und bei mir haben Sie auch keine Wartezeit. Sollten Sie einmal Probleme mit Ihrer Anlage haben, rufen Sie mich an, ich bin jetzt sehr geschult. Und Sie ersparen sich die schreckliche Wartezeit bei der Telekom. Uli

... er war wieder einmal fällig. Der Kleiderschrank musste aufgeräumt werden. Er litt etwas an Überfüllung, währenddessen manches Kleidungsstück an Unterweite litt. Nun ist es natürlich ein Leichtes, so einen Pullover oder Rock, der offensichtlich durch langes Liegen ‘eingelaufen’ war, zu entsorgen. Doch genau diese Stücke waren einst meine Lieblingsstücke ... und trennen Sie sich mal von diesen. Mir fiel es schwer, zu enge Kleidungsstücke auszusortieren und in die berühmten Container zu bringen oder auch für einen guten Zweck zu spenden. So kam das eine oder andere Stück, welches derzeit der sowieso wegfallenden Sommer-Bekleidung angehört, in den Kleiderschrank im Keller. Vielleicht, so überlegte ich, habe ich ja bis zum nächsten Sommer nochmal so 2 - 3 Kilo abgenommen und dann passt mein Lieblingsstück wieder. Leider gehen diese Visionen meist nicht in Erfüllung...
Nun denn, jetzt habe ich aber erst einmal Platz für die Winterkleidung geschaffen. Denn ein oder auch zwei neue Stücke müssen auch mal wieder her ... Ich muss ja auch die Wirtschaft ankurbeln. Gönnen Sie sich auch was Neues, man freut sich darüber.  Nun wünsche ich Ihnen ein „goldenes“ Herbstwochenende mit viel Sonnenschein und klarer Luft. Uli

Wenn man schon mal eine öffentliche Toilette benutzen muss, ist meistens auch wirklich „Holland in Not“. Denn in der Regel verkneift man sich dieses. Doch kürzlich ging es nicht anders, in einer fremden Stadt musste ich so ein Häuschen aufsuchen. Was war ich froh, als ich - nachdem ich 50 Cent zum Öffnen der Tür in den Schlitz gesteckt hatte - auf der Toilette saß. Doch dann - oh Schreck, es war kein Papier da. Na, ja - ich werde wohl noch ein paar Papiertaschentücher in der Tasche habe, hoffte ich. Tatsächlich, aber es war nur eines. Na ja, besser als gar nichts.
Also falls Sie mal unterwegs sind, packen Sie sich immer ein Päckchen Papiertaschentücher ein, es kann manchmal recht hilfreich sein. Uli

... das geht gar nicht ...
Vor vielen, vielen Jahren gingen nur „arme oder sparsame“ Leute zum Einkaufen in den Aldi. Dieses hat sich gewandelt. Man sollte einfach nicht ohne Einkaufwagen in den Aldi gehen.
Ich hatte mir fest vorgenommen, nur ein Packchen Käse und ein Forellenfilet zu holen. Doch kaum war ich im Geschäft, lachten mich auf dem Sonderverkaufstisch Süßigkeiten an. Diese wären für meine Enkelkinder sicher genau richtig, also mitnehmen. Beim Käsestand nahm ich nicht nur ein Päckchen, da kam dann noch ein zweiter Käse dazu. 
Wenig später marschierte ich an der Tiefkühlbox vorbei. Schlimm, aber ich wollte unbedingt noch eine große Tüte Pommes Fritz haben, denn wenn nächste Woche meine Enkelkinder zu Besuch kommen, geht das wunderbar schnell und sie schmecken allen gut. Jetzt wurde es auf meinem Arm schon eng. Doch eine Tüte Saft musste auch noch mit.
Joghurt verknief ich mir und dann zur Kasse. Statt zwei Teilen hatte ich inzwischen 6 Teile.
Doch zum Glück geht es nicht nur mir so. Kürzlich beobachte ich einen „feinen Herrn im schwarzen Anzug“, wie er offenbar nur eine Flasche Obstler holen wollte, denn er kam auch ohne Einkaufswagen rein und maschierte schnur-stracks zum Spirituosenregal. Als er dann vor mir an der Kasse stand, hatte er auch alle Hände voll zu tun, seinen Einkauf, der mittlerweise aus 7 Teilen bestand, wegzubekommen. Wie schon gesagt, in den Aldi sollte man nie ohne Einkaufswagen gehen... Uli

...Was andere Leute nicht mehr haben wollen, kann für andere die Erfüllung heißer Wünsche sein. So ist es einfach schön, wieder einmal über einen Flohmarkt zu gehen...
Ich hatte mir zwar fest vorgenommen, nichts zu kaufen, doch das war ein Trugschluss.
Ganz diszipliniert marschierte ich zunächst neben meinem Mann von Stand zu Stand. Doch er schaute nach alten Autozubehörteilen und ich nach Nippes. So gingen wir jeder unserer Wege. Gleich am ersten Stand entdeckte ich etwas, erfragte den Preis und ging sofort weiter. Dann sah ich eine Figur, die mich ins Herz traf. Preis 13,- Euro. Es war Mozart in der Größe 15 x 8. Der ausländisch sprechende Verkäufer betonte, dass es Handarbeit sei, und aus Meerschaum gefertigt. Er zeigte auf einen eingeritzten Namen. Handarbeit oder von Maschine gefertigt, das war mir völlig egal, diese Figur wollte ich haben. Ich handelte: „Acht Euro!“ „Zehn!“ Na ja, und schon gehörte Mozart mir. Er würde sich gut auf meinem Klavier machen.
An einem weiteren Stand entdeckte ich einen antiquierten Kaffeepott mit Deckel, Henkeln und in verschnörkelter Schrift `Kaffee´ darau geschrieben. Der Preis ein Euro. Klar, dass auch dieser mir gehörte. Dann entdeckte ich einen aus Sandstein gebildeten Blumentopf mit zwei lesenden Figuren rechts und links. Ein zauberhaftes Stück, würde sicher viel Geld kosten. Auf meine Frage erhielt ich die Antwort: „Drei Euro.“ Ich ging nochmals weg, dieses Schnäppchen musste ich meinem Mann zeigen. Zusammen angekommen sagte ich: „Zwei Euro!“ Und welche Freude die Frau hinter ihrem Stand sagte ja! Dieses Prachtstück war gar nicht leicht und ich schleppte mich jetzt bei herrlich warmem Sommerwertter weiter von Stand zu Stand, vor meinem Bauch diese Kostbarkeit. Für zwei Euro so etwas Tolles, es machte mich richtig glücklich.
So war ich im Kaufrausch. Einen Stand weiter entdeckte ich dann eine kleine Porzellanfigur: Ein Mädchen, das eine Gans vor sich hertrieb. Genau solche Figuren sammele ich ja schon seit Jahren. Deshalb rutschte mir auch prompt meine Begeisterung mit einem lauten “Oh!“ heraus. Bei der Nachfrage was sie kosten solle, bekam ich die Antwort auf meine Reaktion: „25 Euro“. Das war zu viel, also ging ich hoch erhobenen Hauptes, aber schweren Herzens weiter.
Und das Beste wie immer am Schluss. Zu Hause angekommen rief ich sofort meine Freundin an und erzählte ihr von meinen wunderbaren Errungenschaften. Denn sie hatte mich erst zwei Wochen zuvor über ihre Schnäppchen auf einem Flohmarkt informiert. Das hat dann in mir einen riesitgen Stachel Neid verbreitet. Und nur deshalb bin ich am vergangenen Sonntag auf den Flohmarkt gegangen. Aber ich bin ganz sicher, jetzt habe ich auch sie wieder neidisch gemacht.

Die freche Mini-Maus
dreimal hatte unser Kater Mäxchen uns Mäuse vor den Wohnwagen gelegt. Am vierten Tag kam er in den Wohnwagen gesprungen und hatte quer im Mäulchen eine Maus. Auf meinen ‚freudigen’ Ausruf hin, lies er die Maus fallen und genau vor dem Lüftungsschacht der Sitzbank. Und dann war das Mäuschen sowas von schnell unter der Bank verschwunden, so schnell konnte ich kaum Luft holen. Und so wusste ich, die Maus lebt!  Der „liebe“  Kater hat dann noch an dem Loch gekratzt und so komische Geräusche gemacht, aber die Maus war verschwunden.Am nächsten Morgen erzählte ich das meinem Mann, der hatte nämlich die Ankunft der Maus verschlafen:
„Wir sind jetzt im Wohnwagen, 2 Menschen, 2 Katzen und 1 Maus.
Mäxchen hat heute Nacht eine Maus mit rein gebracht, die lebte noch, und jetzt ist sie unter der Bank im Lüftungsschacht verschwunden.“ „Na, zwei Katzen hier, die müsste doch zu kriegen sein“, meinte er hoffnungsvoll. Wir beratschlagten, wie wir sie wohl kriegen könnten. So legten wir zwei Stückchen Käse vor den Lüftungsschacht, die das Mäuschen auch verspeiste.
Dann besorgten wir zwei Mausefallen und legten der Mini-Maus in eines wieder Käse und in das andere ein Stückchen Speck.
Doch die Maus war so vorsichtig und verspeiste die Leckereien, ohne dass die Falle zuklappte.
Nachdem wir unser Erlebtes erzählt hatten, bekamen wir gute Ratschläge. Wir sollten es mal mit Nutella versuchen.
Doch leider brachte uns auch das nicht den gewünschten Erfolg. Nun ist der Wohnwagen im Winterquartier und wir hoffen sehr, dass die Maus zwischenzeitlich das Weite gesucht hat oder evtl. verhungert, ohne dass sie großen Schaden an Kabeln usw. anrichtet. ULI

Schön, weil der Wettergott uns jetzt noch einmal mit herrlichem Sommerwetter belohnt, was wir in den Monaten zuvor nur tröpfenweise bekamen. Schön zudem, da meine Tochter und drei meiner Enkelkinder in diesem Monat Geburtstag haben. Ein Geburtstag ist immer ein ganz besonderes Ereignis,  welches auch gefeiert werden mus. Hinzu kommt, dass mein ältester Enkelsohn 18 Jahre geworden ist, und meine große Enkeltochter 17. Der Dritte im Bunde ist mein Enkelsohn, der  Ende des Monats 12 Jahre alt wird. Meine Tochter sieht aus wie die große Schwester ihrer Tochter und wird in diesem Jahr, ein klein wenig über 40. Mehr darf ich nicht verraten, sonst bekomme ich Ärger.
Alles schöne Ereignisse .... Schrecklich, weil vier Geburtstage in einem Monat an die finanziellen Grenzen der Großeltern gehen. Denn 18 und 17, da muss das Geschenk schon ein klein wenig größer sein.
Doch noch schrecklicher ist der Dezember, da kommen sie alle zusammen. Fünf Enkelsöhne, drei  Enkeltöchter und die Eltern dazu.
Aber trotzdem ist der Dezember natürlich ein super schöner, gemütlicher  Monat und Weihnachten geheimnisvoll und ein Fest für die ganze Familie. 
Doch deshalb muss ich eigentlich schon jetzt anfangen, zu sparen, damit dann auch für alle etwas auf dem Gabentisch liegt, doch gerade das kann ich im September vergessen; siehe die Vorgeschichte.
Weiterhin einen schönen sommerlichen September wünscht Ihnen Uli

... so erklang es vor vielen, vielen Jahren aus dem Mund von Nana Mouskouri; und Rudi Carrell traf mit seinem Schlager: „Wann wird es mal wieder richtig Sommer?“ den Nagel auf den Kopf. Auch dieses Lied ist „uralt“. Das zeigt mir doch, dass dieser Sommer - der uns abwechslungsreiches Aprilwetter bietet - nichts Neues ist.
Immer schon beklagten wir uns über das Wetter. Verständlich, denn in den Monaten von Mai bis September hungert der Mensch nach Sonne.
Und wer nicht verreist, möchte halt wenigstens in seinem Garten oder auf dem Balkon die wärmende Sonne genießen.
So faßte ich kürzlich an einem sehr warmen Sommertag (den gab es  schon mal) den Entschluss am Wochenende mal eine Woche mit dem Wohnwagen zu verreisen. Mein Mann war begeistert, dass ich mir soviel Freizeit gönnen wollte. Inzwischen stand der Wohnwagen vor der Tür, einige Kleidungsstücke und alles andere Notwendige war eingeladen, und dann wurde es von Tag zu Tag immer kälter, und Regen gab es täglich mehrmals. Mir verging die Lust am Camping und so brachten wir den Wohnwagen wieder in sein Quartier.
Nun endlich ist der Sommer doch nochmals bei uns angelandet. Und dann natürlich gleich mit Karacho. Nach dem Motto: Wenn schon, denn schon ... Es ist zwar schön, wenn die Sonne scheint, aber wie schön wäre es, wenn sich die Hitze endlich mal wieder auf einen ganz normalen „langen“ Sommer verteilen würde, so wie es früher „manchmal“ war.  Genießen Sie also jeden schönen Sommertag, das wünscht Ihnen Uli

Meine Enkeltochter Sina ist ein prächtiges Mädchen, bildhübsch, höflich, lieb und nett. Sie wird im September 17 Jahre, besitzt bereits ihren Treckerführerschein, und arbeitet schon am normalen Führerschein, und ist fußballbegeistert. Das ist ja nichts ungewöhnliches, ungewöhlich ist nur, dass Sina fünf Brüder hat und nicht einer Fußball begeistert ist, geschweige denn Fußball spielt. Sie ist aber nicht nur Hannover 96-Fan, sondern sammelt auch fleißig alle Bilder der großen Kicker.
Sina verfolgt natürlich auch die EM-Spiele, die jetzt beginnen und hofft mit vielen Fans, dass Deutschland Europameister wird. Diesem Wunsch schließe ich mich natürlich an - auch wenn ich nicht allzu viel mit Fußball im Sinn habe -  aber dass wir Deutschen Europameister werden, dass wünsche ich mir natürlich auch sehr, es wäre genial, Uli

... und dort gerade rücken, was gerade zu rücken geht.
Eigentlich kenne ich das nur von Frauen, das sie nach einem Friseurbesuch zu Hause selber nochmals an ihrer Frisur herumbasteln.
In diesem Fall erzählte mir aber ein Bekannter, dass er morgen zum Friseur müsse. Und ein Besuch beim Friseur wäre für ihn schlimmer als zum Zahnarzt zu gehen. Das hatte ich allerdings noch nie gehört. „Warum sind Sie denn so friseurgeschädigt“, fragte ich. Seine Antwort: „ Als ich zu einem Salon ging, fragte mich doch die Dame „Scheren- oder Maschinenschnitt? - Damit konnte ich gar nichts anfangen: „Kürzer halt.“ Warum sonst geht Mann wohl zum Friseur? Damit hat er natürlich Recht. Doch seine weitere Story verblüffete mich noch mehr: „Und wenn ich dann beim Friseur rauskomme, schlage ich nur noch die Hände über’n Kopf und ab nach Hause, dort zurecht rücken, was noch geht.“
Ich habe dem Bekannten die Sehnder Friseure empfohlen, dort würde er sicher zufrieden sein und müsste sich nicht verstecken. Mal sehen, wann er einen der vielen guten Sehnder Friseursalons aufsucht.  Uli

das ganze Jahr über werden wir mit Koch-Shows überhäuft,  jedoch zur Vorweihnachtszeit steigert sich dieses Angebot noch einmal gewaltig. Bekannte und nicht bekannte Persönlichkeiten kochen für uns die leckersten Weihnachtsmenues. Weihnachten könnte mindestens zwei Wochen dauern und wir könnten jeden Tag unseren Gästen etwas Neues  bieten. Und so ein Menue ist angeblich auch fast immer ganz einfach zuzubereiten. Ich selber koche gern, koche möglichst unkompliziertes, aber ganz sicher stets etwas Leckeres. Jedoch nehme ich mir nicht immer die Zeit und habe auch nicht immer Lust auf ein umfangreiches Dinner. Denn ... das gute Essen ist ja meistens auch sehr nahrhaft und bringt meine Gedanken - endlich mal weniger zu essen, um abzunehmen - wieder völlig durcheinander. Deshalb verkneife ich es mir häufiger Mal, ein umfangreiches Menue zuzubereiten. 
Doch wenn ich mich am Abend beim Fernsehen etwas entspannen will, bleibt mir nichts anderes übrig, als Gänsebraten, Entenbrust oder Rinderfilet anzusehen. Wie die bekannten und auch unbekannten Köche das alles meistern, ist erstaunlich. Während der Gänsebraten im Backofen vor sich hinbruzelt, wird der Teig für die Klöße zubereitet und meistens zu vor noch das fantastische Dessert fertiggestellt. In meinem Kochbuch von anno 1970 ist alles bestens nachzulesen, doch hat es mir häufig sehr kompliziert geklungen, so dass ich auf die eine oder andere Leckerei verzichte. Einfache Salzkartoffeln zum Gänsebraten schmecken mir auch, und der Rotkohl kommt - oh, welche Schande, aus der Tiefkühltruhe. Als Nachtisch ein leckeres Eis mit Sahne und Früchten  ergänzt mein festliches Mahl.
Und ob Sie’s nun glauben oder nicht, es schmeckt meinen Gästen und mir immer gut.  Das allerdings verführt zum  ‘viel’ Essen.
Na gut, Weihnachten war es draußen nicht weihnachtlich, kein Schnee, keine Kälte, zum Glück auch wenig Regen, so dass ich nach dem Mahl wenigstens einen längeren Spaziergang machen konnte. Und trotzdem zwicken die Hosen und Röcke in der Taille. Schließlich gab’s  an den Festtagen zum Kaffee auch noch Torte und Kuchen. Aber jetzt ist Januar und da werde ich das Essen mal ganz lassen, dann passt auch die Frühjahrsmode vom letzten Jahr wieder. Einen schlemmerfreien Januar wünscht Ihnen Uli

... wenn ich mich erst vor Kurzem darüber aufregen musste, dass im Fernsehen nur Koch-Show gezeigt werden, so habe ich am vorletzten Samstagabend - nach einem Blick ins Fernsehprogramm -  nicht schlecht gestaunt, dass auf ZDF, NDR, WDR, RBB und Hessen je ein TVKrimi lief. auf ARD gab es dann noch einen Agententhriller von 1998.
Ich muss schon sagen, an einem Samstagabend auf fünf Programmen nur Krimis, ist eine reine Veralberung des Publikums. Auf den Privatsendern war es an diesem Samstag auch nicht  besser. Und das schlimmste von allem auf RTL: Ich bin ein Star - holt mich hier raus.
An so einem Samstagabend will ich es mir mal vor dem Fernseher gemütlich machen, ein wenig entspannen, ein Glas Wein auf dem Wohnzimmertisch und mich berieseln lassen. Aber ganz sicher nicht mit ungeklärten Kriminalfällen, die am Ende irgendein Kommissar dann prächtig löst.
Sicherlich lieben viele Zuschauer die „ungeklärten Falle“. Doch auf jedem Programm, da kommen auch die zu kurz, sie können ja nicht fünf Programme auf einmal sehen.
Hoffentlich kommt bald das Frühjahr, dann kann ich am Samstagabend - wenn mal nichts besonders anliegt - in den Garten gehen und mich dort mit den Blumen und ähnlichem amüsieren, Uli

... gönnen sich auch ältere Menschen mal hin und wieder.
So erzählte mir meine Schwester Erika, dass sie mit ihrer Freundin Ilse beim Burger King nach einem Shoppingvormittag eingekehrt war, um sich dort einen Bürger mit Pommes als Mittagessen zu gönnen.
Ihre Freundin Ilse war noch nie dort gewesen und stand nun sehr interessiert vor dem Tresen, hinter dem sie ein junger Mann fragte, was sie zu den bestellten Pommes möchte, „... mit Majo?“ Ratlos fragte sie, was das denn sei. Meine Schwester - durch Enkelkinder - erfahrener im Umgang mit den SB-Lokalen klärte sie auf: „Mayonaisse ist das.“ „Ah ja, dann mit Majo“. So marschierte die beiden schon etwas älteren Damen mit ihrem Burger, Pommes und Cola zu einem Tisch. Dort stellten sie fest, dass der Burger irgendwie schwer essbar war und nur eine sehr dünne Serviette das drohende Tropfen und Kleckern desselbigen nicht auffangen konnte. Zudem kam hinzu, dass die Colabecher zwar einen Deckel mit einem Loch hatten, aber keinen Strohhalm. So musste denn erst ein Strohlhalm her und gleich nochmals einige Servierten. Nachdem die „Speisen“ verzehrt waren, erklärte Freundin Ilse meiner Schwester: „Mit hat es aber gut geschmeckt, hier gehe wieder einmal hin.“ Na also, auch ältere lieben manchmal ds schnelle Essen, also so schlimm kann dann Fast Food nicht sein.  Uli


Es gab Zeiten, da wurden die Rentner und Pensionäre als reich bezeichnet.  Zu dieser Zeit konnten viele auch noch mit 58 oder 60 Jahren in Rente gehen. Die Betriebe waren froh, wenn sie die „Alten“ los waren. Und den Frührentnern ging es damals finanziell gut. Die Rede war von den Rentnern, die sich alles erlauben konnten, viele verreisten und neue Autos kauften. Die Werbestrategen stellten dieses Phänomen fest, und spezialisierten sich darauf, den 60 + das Geld aus  der Tasche zu ziehen.
Inzwischen sind die Rentner arm, sogar so arm, das viele an der Armutsgrenze leben. Zum Glück erlaubt man es ihnen inzwischen, soviel dazu zu verdienen, wie sie wollen. (Ein Leben lang gearbeitet und jetzt auch noch!)
Unsere Politiker/innen kümmern sich ausgiebig um junge Familie und wie man Frauen in gehobene Positionen bekommt, und Männer als Väter im Haus verpflichtet. (Die dann dafür vom Staat - unseren Steuern - entlohnt werden.)
Doch was inzwischen mit den „armen Alten“ geschieht, interessiert niemanden. Die Rente wird hin und wieder um etwa 1 %  angehoben. Was ist das bei 700 Euro Rente?  7,- Euro. Einmal ein Brot und ein paar Brötchen kaufen, denn zum Kuchen reicht das nicht mehr.
Die Gewerkschaften kämpfen für Mindestlöhne, die im Stundenlohn das 1 % überschreiten. Nichts dagegen einzuwenden, aber wer kämpft endlich mal dafür, dass die Renten wenigsten in der Höhe der Geldentwertung und auch mal darüber steigen?
Niemand. Und die Politiker sind noch zufrieden, wenn sie publizieren, dass die Renten (alle zwei Jahre?) angehoben wurden.  Die für etwa 7,- Euro versandten Serienbriefe plus Porto sollten mal obendrauf geschlagen werden, nötigenfalls nach drei Jahren, dann aber eine  richtige Erhöhung von wenigstens  5 %, dann könnte sich so ein armer Mensch vielleicht auch mal einen Besuch in einem Café erlauben. Ein sonniges Wochenende, vielleicht mit einem selbstgebackenen Stück Kuchen, wünscht Ihnen Uli

... und ich nur zwei. Wenn man mit über 60 noch joggen will, sollte man schon etwas vorsichtig sein. Eine  regennasse Straße und dann noch bergab ist sicher nicht der geeignete Ort, diesen Sport auszuüben. Im Solling neben unserem schönen Naturcampingplatz hatte ich wieder einmal meinen munteren Kater gerufen und nachdem er fröhlich bergab Richtung Wohnwagen lief, lief ich hinterher. So schnell, wie ich da plötzlich auf meinen vier Buchstaben saß, war mir unvorstellbar, aber geschehen. So schnell wie sich mein linkes Handgelenk und mein linker Knöchel im Umfang verdoppelte, fast verdreifachte, vermochte ich mit meinen Augen kaum erfassen. Hinzu kamen höllische Schmerzen. Nur mühsam konnte ich aufstehen, stützte meine linke Hand und humpelte sehr vorsichtig den Berg hinunter Richtung Wohnwagen. Denn mein Rufen hatte in dieser Einsamkeit niemand gehört. Na ja, dann brachte mich mein Mann schnellstens ins nächste Krankenhaus, wo ich zunächst versorgt und geröntgt wurde. Armbruch äußerst kompliziert, Knöchelbruch zum Glück nur glatt.
Drei Tage später wurde das Handgelenk operiert und der Fuß bekam einen wunderschönen Stiefel verpasst.
Fünf Tage später wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen, der Urlaub war zu Ende und wir fuhren mit dem Wohnwagen nach Hause.
Sollten Sie mich derzeit mal vermisst haben, dann wissen sie jetzt warum. Man sollte halt auf regennaßer Straße nicht mit dem Kater um die Wette laufen.... Uli

Das ist ja mal wieder typisch, meine Schwiegermutter ist zur Kur und hat mich mit dem Beköstigen für die Familie beauftragt. Diese setzt sich zusammen aus meinem Schwiegervater, meinem Mann und unseren Kindern. Nun habe ich mir ausnahmsweise mal erlaubt, vormittags arbeiten zu gehen, die Kinder bei einer Freundin untergebracht und natürlich Essen für die „Männer“ vorbereitet und zwar am Abend vorher.
Mein Mann wurde also von mir gebeten, gegen 11.30 Uhr die Kartoffeln aufzusetzen und die Königsberger Klopse zu erwärmen. Pünktlichkeit war noch nie seine Stärke - also kam er erst um 11.35 Uhr. Mein Schwiegervater stand schon mit knurrendem Magen in der Küche und kriegte Panik. „Das Essen ist ja nie um 12 Uhr fertig, ist ja noch gar nichts rausgeholt.“ Und raste an eine der Gefriertruhen, wo seine Liebe Frau für den Notfall vorgekocht hatte (offensichtlich vertraut sie mir nicht und meint, ich lasse ihre Männer verhungern). Dort fand er hocherfreut einen Topf mit Tomatensuppe. Den gegriffen und rauf auf den Herd. Platte auf vollste Stufe und nebenbei Tisch gedeckt. Mein Mann hatte sich (nachdem Kartoffeln und Klopse auf dem Herd standen) ins Nebenzimmer verzogen. Mit einem Mal knallte es gar fürchterlich und man hörte jemanden fluchen. Vorsichtig linste mein Mann um die Ecke und hatte Mühe ernst zu bleiben.
Der Deckel vom Suppentopf hatte sich mit einem großen Satz vom Topf gelöst und die Suppe gedachte diesem zu folgen. Fußboden, Herd, Decke und Gardine waren feuerrot. Ach Herje, die Hälfte der Suppe war weg. Nun kam der „Hausmann“ in Fahrt. Erst Herd und Spüle reinigen, mit den Füßen den restlichen Boden farblich angleichen, dann nahm er sich die Fensterscheiben vor und zum Schluß die Gardine ab. Mein Mann bekam fast einen Herzinfakt. Schnell versuchte er mit dem Wischmop das Schlimmste zu verhindern und mit der Leiter rauf zur Decke, bevor es sich die Suppe überlegte und von dort wieder runtertropfte.
Trotz allem hatte mein Mann das von mir vorbereitete Essen um 12.05 Uhr auf dem Tisch und die Suppe, nun ja, die folgte als Nachtisch um 12.20 Uhr. Satt geworden sind sie alle - aber der Streß reicht ihnen sicher für die nächsten drei Tage. Steffi

Früher gab es Ostern Ostereier und kein Play Mobil, Waveboard oder MP 3-Player.  Früher gab es Ostereier aus Schokolade, hartgekochte Eier und aus Marzipan. Früher wurden die Ostereier, da klein und handlich in Ecken und Nischen versteckt und wir Kinder mussten Ostersonntag erst einmal fleißig suchen. Nun kann ich nicht behaupten, dass „früher alles besser war“.  Aber früher war halt alles anders!
Ich  war die jüngste in unserer Familie und demzufolge auch die kleinste. Und nun wählte unser Osterhase jedes Jahr fast die gleichen Verstecke, die sich meine großen Geschwister merkten. Hinzu kam, und das verzeihe ich dem Osterhasen bis heute nicht, dass er grundsätzlich mindestens 3 - 4 Eier auf den Gardinenleisten versteckte. Und während ich auf der Erde rumkroch, hob meine ältere, große Schwester nur den Arm und fühlte die Gardinenleisten ab. Diese hingen seinerzeit gleich über den Fenstern und nicht so hoch wie heute, waren aber schön breit. So hatte sie, schon fast ausgewachsen, keinerlei Probleme, die Ostereier zu finden. Ich hingegen rutschte auf den Knien und guckte unter jede Kommode. Da aber mein Vater der Osterhase und sehr gross war, waren natürlich unter Kommoden oder Sofas wenig Ostereier. Schon mal war eines hinter dem Sofakissen versteckt. Aber wie schon gesagt, heute haben die Ostereier selten eine Eiform, sondern bestehen aus Legosteinen, Buntstiften, Computerspielen und anderen schönen Dingen. Trotzdem ist Ostern kein Ostern, wenn die „Ostereier“ nicht gesucht werden müssen. Das hat sich traditionell über Jahrzehnte hinweg gehalten und macht klein wie gross Spass. Natürlich gibt es auch heute noch „echte“ Ostereier oder Schmunzelhasen! Diese sind aus Marzipan Krokant und Schokolade und gefüllt mit den himmlichsten süßen Cremes. Wer kann da schon widerstehen? Da habe ich gerade einmal eine Diät hinter mir und die Pfunde von Weihnachten abgebaut und da lachen mich an jeder Ecke bunte Ostereier an. Und suchen muss ich sie heute auch nicht mehr. Denn jetzt bin ich der Osterhase und da rutscht schon mal so ein Ei aus Versehen statt in das Versteck in meinen Mund. In diesem Sinne wünsche ich allen ein süßes und sonniges Osterfest.
Uli

Da steht sie nun, neu, modern, blitzblank und geeicht: meine neue Waage. Seit Jahrzehnten stellte ich mich einmal in der Woche auf meine „alte“ Waage und freute mich jedesmal, denn auf ihr wiege ich immer 2 kg weniger als in Wirklichkeit. Nach vielen Jahren sah sie allerdings recht schäbig und mitgenommen aus. Auf der Unterseite hatte ich vor über 40 Jahren das Gewicht meines Mannes und mein damaliges Gewicht eingetragen. Da stand unter Uli: 48 kg! Welch schöne Zahl. Mittlerweile hat sich mein Gewicht nach oben geschraubt und ich habe es auf der Unterseite der Waage nie mehr notiert. Alle paar Jahre kamen ein paar Pfündchen dazu.  Trotzdem konnte ich mit dem Gewicht, welches meine gute alte Waage anzeigte, leben.
Nun aber leuchten sie mich an, die Zahlen - in neonrot, und wunderbar lesbar: ... Nicht 5 kg mehr als damals, nicht 10 kg mehr, nein, 13 kg mehr als damals. Meine alte Waage war da wesentlich netter zu mir, und zeigte nur 11 kg mehr an.
Es sind zwar nur 2 kg Unterschied, aber genau diese zwei Kilo versetzen mich in Wut. Was waren das noch für Zeiten, als ein breiter Gürtel meine Taille zierte. Nun hat das natürlich nichts mit der neuen Waage zu tun, sondern ausschliesslich damit, dass mir das Essen immer so gut schmeckt. Und dass ich ab und zu ab- und zunehme. Denn gerade habe ich mir die Weihnachtsmänner runtergehungert, das strahlen mich schon wieder die leckeren süssen Ostereier an. Ich wünsche Ihnen ein sonniges Wochende und ohne den Genuss von Osteiern,
damit die Taille in Form bleibt, Ihre Uli

... kaum strahlt die Sonne, strahlt mich der Dreck in der Wohnung an. Ganz gleich, wohin ich schaue, Fenster, Gardinen, Möbel, Teppiche. Überall scheint sich der Schmutz des letzten halben Jahres niedergelassen zu haben. Natürlich ist das nicht der Fall, ich putze ja regelmäßig. Aber sobald die Sonne ihre Strahlen durch die leicht diffusen Fenster schickt, sehe ich nur noch Arbeit über Arbeit.
Jetzt ruhig bleiben und nach und nach jede Woche ein Zimmer gründlich vornehmen, dann bin ich bis Ende März durch und alles ist blitz-blank.
Wenn, ja wenn, alles immer so reibungslos ginge. Leider kommt dann an meinem Putztag ganz sicher etwas dazwischen, was mir wichtiger erscheint. Und so schieben sich meine Putztage immer weiter nach hinten. Inzwischen sieht auch mein Garten so aus, als hätte er mal wieder  fleißige Hände nötig: Büsche und Bäume schneiden, der Rasen zeigt mehr Moos als Gras und um die Terrasse herum wuchert das erste Grün, doch meistens nicht die Blumen.
Aber schön ist es doch, wenn draußen die Sonne scheint und es allmählich wärmer wird. Die Vögel zwitschern schon wieder lauter und so manches Mal weht schon ein Grillduft aus Nachbars Garten herüber.
Ihnen ein sonniges Wochenende und viel Spaß beim Putzen, Grillen oder der ersten Gartenpflege, wünscht Ihnen Uli


mxchen_rumt_den_papierkorb_aus_DSCF5650unser neuer Verlagskater Mäxchen ist zu einem fünf Monate alten Halbstarken herangewachsen. Wenn er nicht gerade die Papiere auf unseren Schreibtischen durcheinander wirbelt, haut er ihm Sprung auf die Telefonanlage, so dass plötzlich die Zeitansage spricht.
Setzt er sich dann im Büro auf die Fensterbank, grüßt er von dort ganz gelassen alle vorbeifahrenden Radfahrer. Er bevorzugt es, dieses von der äußeren Fensterbank aus zu machen, so dass wir das Fenster offen stehen lassen müssen, damit Klein-Mäxchen sofort rein kann, falls sich draußen ein Hund bellend über ihn beschwert, oder Kinder sich laut kreischend an ihm erfreuen. Dass wir dabei frieren dürfen, ist ihm völlig egal.
Seit wir die neue „Park“-Straße haben - unsere treuen Leser wissen dies, wir lebten den gesamten vergangenen Sommer in Sand und Dreck - wurden Anfang November noch junge Bäumchen zwischen die neuen Parkbuchten gesetzt. Und wie ich es vorher schon vermutet hatte, werden diese Bäume von Hunden und Herrchens gern besucht. So sammeln sich dort die Hinterlassenschaften der kleinen und großen Vierbeiner, denn leider hat es die Stadt Burgdorf versäumt, auch eine Hundetoilette aufzustellen.
Nicht das ich falsch verstanden werde, ich habe nichts gegen Hunde, ich hätte gerne selber einen, bin aber zu faul, mit diesem mindestens dreimal täglich ‘um die Häuser’ zu gehen. Deshalb habe ich ja auch eine Katze. Doch im Gegensatz zu den Hunden verbuddelt diese ihr Aa in meinem Garten. Die Hunde scharren höchstens nochmal den Dreck ‘um ihr Häufchen herum’ weg. Das Häufchen, sagen wir besser, viele Häufchen, sammeln sich also jetzt um die neu gepflanzten Bäume. Nicht sehr hygienisch und manchmal auch recht stinkend. Wie wär’s also mit einer Hundetoilette am Ende der Straße, sehr geehrte Burgdorfer Stadtverwaltung, dann würde vermutlich doch das eine oder andere Herrchen bzw. Frauchen diesen Komfort nutzen. Die Stadt Lehrte hat es gut vorgemacht, dort gibt es mittlerweile 10 Hundetoiletten in den stark frequentierten Hunde-Gassi-Gegenden Uli

Wenn ich am Abend in einem Werbespot 12 x den gleichen Mann innerhalb von 2 Minuten sehe, dann geht der mir - selbst wenn er sehr bekannt und sympathisch ist, doch auf den Keks. Der wohl bekannteste deutsche Fußballtrainer strahlt in die Kamera und freut sich, irgendwo Urlaub machen zu können. Als Trainer strahlt er nur selten so.
Da frage ich mich, ob diese Werbung sinnvoll ist, denn ich kann den Anblick des Herrn nicht mehr ertragen. Ich habe nichts gegen den hochkarätigen Trainer (der sich über einen kleinen Nebenverdienst freut!), ich habe nur etwas gegen diese stupide Werbung - und ich kann es nicht fassen, dass ein großen Reiseunternehmen so etwas abgesegnet hat.
Die schlimmste Werbung für mich ist allerdings eine Waschmittelwerbung. Dort bekommen die Leute erst Schmutz auf ihre Kleidung geschmissen und dann zappeln sie so wild herum und der ganze Dreck fällt von alleine ab.  Tolles Waschmittel, wofür brauche ich dieses und die Waschmaschine dann eigentlich?
Diese Werbung - mal so und mal so - aber immer mit zappelnden Menschen - geht mir derart auf die Nerven, dass ich um dieses Waschmittel im Supermarkt einen großen Bogen mache.
Gut für andere Unternehmen... Strategie - auch große Unternehmen sollten vorab überlegen, ist diese Werbung gut oder abtörnend. 
Schön war einst die Werbung für eine bekannte Automarke. Dort kaufte der Vater seinem Sohn ein Auto zum Geburtstag. Zeigte diesem den Autoschlüssel und strahlte: „Bis du 18 bist, fahre ich den Wagen“. Der Sohn strahlte den Papa ebenfalls an und nahm ihm nichts übel, denn er feierte wohl gerade seinen 1. Geburtstag. Vater und Sohn waren sympathisch und die Werbung für dieses Auto witzig.
Mal sehen, über welche Werbung ich mich in Kürze aufregen kann, bis dahin viel Spaß beim Wäschewaschen wünscht Uli