Sehnde (jk/uk). Im vergangenen Jahrwurde ein Defibrillator im Rathaus
Sehnde installiert. Finanziert wurde dieses wichtige GerĂ€t durch die Sehnder Kaufleute. In 85 Prozent aller plötzlichen Herztode liegt anfangs ein sogenanntes Kammerflimmern vor. Ein Defibrillator kann diese elektrisch kreisende Erregung im Herzen unterbrechen. Entscheidend bei der Defibrillation ist der frĂŒhestmögliche Einsatz, da die durch das Kammerflimmern hervorgerufene
Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff binnen kurzer Zeit zu massiven neurologischen Defiziten fĂŒhren kann. Aus diesem Grund werden auch seit den 1990er Jahren im öffentlichen Raum immer mehr Defibrillatoren platziert. Es ist noch zu bemerken, dass bei einem Kammerflimmern pro Minute die Überlebenschance des Patienten um 10 % sinkt. Daher muss und sollte
der Einsatz eines Defibrillators so frĂŒh wie möglich stattfinden. BĂŒrgermeister Carl JĂŒrgen Lehrke
erlĂ€utert das GerĂ€t: „Der Defibrillator gibt genaue Sprachanweisungen, so dass nichts falsch gemacht werden kann. Mit einer deutlichen Stimme wird Schritt fĂŒr Schritt erklĂ€rt, wie der Defibrillator angewendet werden soll. Dieses gibt Sicherheit, da kann wirklich nichts schiefgehen.“
Wenn auch die Werbewirkung auf der Werbetafel den Kaufleuten nicht gerade Erfolg verspricht, so gibt es ihnen doch ein gutes GefĂŒhl, es fĂŒr etwas Lebenswichtiges ausgegeben zu haben. Zudem sind rechts und links von der Werbetafel FĂ€cher fĂŒr Prospektwerbung vorhanden. Hier können die Kaufleute ihre Flyer oder Visitenkarten positionieren. Der BĂŒrgermeister weiter: „Mit der Finanzierung durch die Werbetafel ist auch die Wartung abgedeckt, denn das GerĂ€t wird jedes Jahr einmal ĂŒberprĂŒft und ggf. nach einigen Jahren - auch ausgetauscht.“ Der Defibrillator steht im Erdgeschoss, im Zwischengang vom BĂŒrgerbĂŒro zum Ratssaal, dort sind die TĂŒren
wĂ€hrend der Arbeitszeit immer geöffnet. Trotz allem wĂ€re es Lehrke am liebsten, wenn der Defi nie zum Einsatz kommen mĂŒsste.