Glosse

Mein Vermögen lag im Keller und ist jetzt auf dem Schrottplatz. Wenn ich bedenke, was ich vor Jahren beim Aufräumen meines Kellers alles entsorgt habe, kann ich mich heute nur ärgern. Ich hätte mit all den schönen, alten, verstaubten Dingen nach Puhlheim fahren müssen, mir gute Expertisen stellen lassen und dann auf zu Waldi, Fabian und Co. Doch zu spät, jetzt ist da nichts mehr zu machen, vor Jahren sind da so manche „antike" Teile im Müll  gelandet. Sicher geht es Ihnen auch so, doch sollte Ihr Keller noch Schätzchen haben, na, dann nichts wie hin…

Zu spät wurde diese Sendung so richtig popolär, dass ich sie mir einmal ansah. Und nun staune ich, was da noch zu Geld gemacht werden kann. Aber was soll’s, dafür habe ich einen schönen aufgeräumten Keller,

freut sich Ihre/Eure Uli

... lautet ein altes Sprichwort. Das trifft aber nicht zu, wenn ich alleine bin und nur mein Kater mir zu hört. Dem erzählte ich dann schon mal, wenn ich mich über das Fernsehprogramm oder anderes geärgert habe. Er widerspricht mir nicht und redet mir auch nicht dazwischen. Ich bin überzeugt, dass alle Menschen, die ein Tier haben, Hund, Katze, Wellensittich, Papagei oder auch Fischlein im Aquarium mit ihren tierischen Mitbewohnern hin und wieder reden. 
Doch damit nicht genug, neulich schimpfte meine Kollegin mit dem Drucker. Recht energisch und verpasste ihm einige Schimpfworte. Völlig unbeeindruckt, druckte der Drucker trotzdem nicht. Einmal kam ich gerade ins Büro, als sie dem Drucker androhte, sie käme gleich mit einem Eimer Wasser oder würde ihn aus dem Fenster schmeißen. Da allerdings befand ich Schweigen wäre fehl am Platz und protestierte lautstark. Schließlich ist es mein Drucker und wenn ich ihm über meinen Rechner die Anweisung zum Drucken gebe, druckt er. Ob der vielen unflätigen Ausdrücke, die meine Kollegin ihm schon zuteil hat werden lassen, sagt er sich wohl: "Du solltest Dich erst einmal entschuldigen." Also, wenn Sie sich auch einmal über ein Gerät ärgern, dann bleiben Sie immer höflich. Ist besser so Uli

Ulis Kolumne
Kennen Sie die kleinen Tübchen, die Sie in der Parfümerie, beim Frisör oder im Drogeriemarkt beim Einkauf geschenkt bekommen? Es sind kleine niedliche Tuben, in denen ein Wundermittel für die Haut, Haare oder sonstige Schönheit enthalten sind. Mit winzig kleiner Schrift steht auf der Rückseite wie viel Milligramm enthalten sind und auf der Vorderseite ein respektabler - meist französischer - Kosmetikname. Nur wofür der Inhalt dieser Wundertube ist, steht manchmal gar nicht drauf. So sammelte ich auch sechs Tübchen und wollte sie mal verwenden, damit in meinem Kosmetikfach wieder Ordnung einkehren sollte. Nun war es schwer, zu erkennen, wofür?

Als ich kürzlich mit einer Freundin telefonierte, erzählte sie mir, sie liebe diese Pröbchen. Und alles, was schwer erkennbar sei käme bei ihr ins Fußbad … und prompt, nun hat sie keine Falten mehr am Fuß. Habe ich dann wirklich mal eine Probe ausprobiert und diese Creme sagte mir zu. Herrlich weich auf der Haut... dann will ich diese Creme natürlich auch haben. Nur, wo habe ich sie geschenkt bekommen? Noch komplizierter wird es mit den Probefläschen von Parfüms. Geschenkt bekommen, Pappe entfernt und dann irgendwann einmal ausprobiert. Mmh, das duftet aber gut an mir. Also will ich genau die Duftnote haben. Doch, was nun? Die Pappe ist nicht mehr da und auf dem Fläschen steht gar nichts. Pech gehabt.  Nun muss ich mich wohl in der Parfümerie durch alle Düfte kämpfen. Aber DEN Duft finde ich nicht wieder. Vielleicht muss ich das nächste Mal doch alles aufheben, dann klappt es auch mit dem Nachkauf und genau das will ja die Industrie mit ihren Pröbchen erreichen. Ein schönes Wochenende mit samtweicher Haut und herrlichem Duft wünscht Ihnen Uli

 

 

 

Eigentlich unterscheiden sich Hunde und Katzenbesitzer im Großen und Ganzen nicht. Sie sind beide Tierliebhaber. Doch die Hundebesitzer bewundere ich. Denn am frühen Morgen, wenn ich noch gemütlich in meinem Bett liege und mein Mäxchen in seinem Körbchen träumt, marschieren die Hundebesitzer mit ihrem Liebling schon durch die Gassen. Immer dabei (jedenfalls kenne ich nur solche) ihr schwarzes Tütchen für das vom Hund abgelegte Aa.
Ich, die einen Kater hat, der ganz allein vor die Tür geht, wenn er mal muss oder sich ein wenig austoben will, bin ein glücklicher und zufriedener und „lauffauler
Mensch“. Hundebesitzer sind für mich etwas Außergewöhnliches! Sie gehen ja nicht nur morgens, nein auch mittags und auch abends noch einmal mit ihrem Wauwi
raus. Selbst kürzlich bei Eis und Schnee oder bei strömendem Regen sind diese lauffreudigen und glücklicherweise wohl auch naturverbundenen Menschen mit ihrem Vierbeiner unterwegs. Genau aus diesem Grund sind Hundebesitzer für mich etwas ganz Besonderes. Also viel Spaß am Wochenende beim Gassi-Gehen wünscht die „bequeme“ Katzenbesitzerin Uli

Offensichtlich scheint es in jeder Familie das Gleiche zu sein. Die Tiere haben es am besten. Verwöhnt von morgens bis abends, vom jüngsten bis zum ältesten Familienmitglied,genießen Haustiere Sonderrechte und Sondervorteile. Erst kürzlich durfte ich während eines nettenKaffeenachmittags erleben, wie gut man es als Katze hat: ‚Herr Kater Flöckchen’ stolzierte zur Terrassentür und wurde von Frauchen hinausgelassen. Keine zwei Minuten waren vergangen, da stand Flöckchen von außen vor der Terrassentür und verlangte Einlaß. Frauchen stand aufund ließ Flöckchen herein. Doch drinnen schien es Flöckchen doch nicht ganz zu passen, also wollte er wieder hinaus. Frauchen aber verneinte: „Jetzt bleibst du drin, ich renne dochnicht dauernd für dich hin und her.“ Und was geschah? Herrchen stand auf und öffnete: ‚Herrn Flocke’ die Tür. Dochdamit nicht genug. Flöckchen besann sich schon nach sehr, sehr kurzer Zeit, dass es vielleicht drinnen doch interessanter sein könnte und wünschte wieder Einlass.Gewohnt, dass Frauchen seinen hohen Ansprüchen nicht ganz nachkommt, schaute er durch die Tür derart aufdringlich zu seinem Herrchen, dass dieser ohne Überlegung aufstand und die Tür öffnete. Damit handelte er sich natürlich eine Rüge von Frauchen ein. Doch was stört sich Flöckchen daran? Zwei-dreimal durch das Zimmer marschiert, mir freundlich „Guten Tag“ gesagt und dann könnte er ja mal wieder sehen, ob draußen inzwischen etwas Neues passiert sei. Also stelzte er abermals zur Tür, Herrchen stand auf und öffnete ihm diese. Dieses Schauspiel schaute ich mir etliche Male hintereinander an undbewunderte dann den Hausherrn: „Bei Ihnen möchte ich auch Katze sein!“ Ich schlug in die richtige Kerbe, denn meine Gastgeberin meinte: „Na, das müssten Sie erst mal morgensbeim Frühstück erleben, da sitzt mein Mann noch gar nicht wieder richtig, da steht er schon wieder auf, damit der Kater zu seinem Recht kommt.“ Herrchen verteidigte sich: „Na ja, wenn mich ‚Flocke’ so anguckt, schließlich kann er sich ja die Tür nicht allein aufmachen!“ Damit hat er natürlich Recht.

So durfte ich es dann auch in einer anderen Familie erleben, dass extra für Kater Moritz eine Katzentür in die Haustür eingebaut wordenwar. So hatte es Moritz sehr gut. Er marschierte rein und raus, so oft und wann er gerade wollte. Traurig hinterher schautenur Henry, ein Colli, der zu seinem Verdruss viel zu groß für diese Katzentür war. Ich sagte es ja schon ‚Katze’ müsste man sein!  Uli

Wozu sind denn Großeltern da? Sie wollen die Enkelkinder verwöhnen, ihnen das erlauben, was die Eltern aus erziehungstechnischen GrĂŒnden verbieten und ihnen auch mal so manche Nascherei gestatten.

Wenn also meine drei jĂŒngsten Enkelsöhne zu Besuch kommen, bekommt ich vorher von meiner Tochter klare Anweisungen:

„Zu trinken bitte nur Wasser oder Tee. SĂŒĂŸigkeiten bitte gar nicht und zu Essen nur gesundes Obst und GemĂŒse“: Großeltern wollen aber den Kleinen etwas Besonderes bieten und so ĂŒberrasche ich meine drei Jungens mit Cola, Pommes und WĂŒrstchen. Ich selber esse an dem Tag ebenfalls Pommes und WĂŒrstchen. Selbst Cola, die ich sonst nie trinke, genieße ich.

Anschließend geht es bei gutem Wetter in den Garten zum Fußball spielen, oder bei schlechtem Wetter fragen wir uns gegenseitig unseren Wissensstand ab. 500 Fragen der Natur gilt es zu beantworten. Mein jĂŒngster Enkelsohn hat mit Sicherheit die Fragekarten mit mit den schwierigsten Wörtern vor sich liegen. Gerade in der 2. Klasse, liest er Silbe fĂŒr Silbe vor, denn es darf ihm auch niemand helfen. Und so fordert er die Geduld aller heraus, wenn er z. B. „Was ist Or-ni-tho-lo-gie?“ vorliest. Die Antwort „Vogelkunde“, weis dann jeder. Doch damit nicht genug. Er erwischt prompt wieder schwierige Fragewörter: „Wie weit lĂ€sst sich die men-schli-che E-vo lu-ti-on zu-rĂŒck-ver-folgen?“ Bis er diesen Satz komplett vorgelesen hat, und wir ihn auch verstanden haben, vergeht schon ein wenig Zeit. Die Antwort liest er uns dann auch vor: „10 – 15 Mil-li-on-en Jahre“. So „bilden“ wir uns, und haben viel Spaß dabei.

Am frĂŒhen Abend werden die drei dann ins Auto gepackt und zu den Eltern zurĂŒckgefahren. Ich bin nach so einem Nachmittag völlig erschöpft, doch die drei Jungen noch recht munter. Zu Hause angekommen erzĂ€hlen sie freudestrahlend: „Es gab Pommes, Cola, Eis und GummibĂ€rchen, richtig lecker! Oma ist die Beste!“ Uli

 

 

 

 

Kinder gibt es ganz normale und Renommierkinder, das sind Vorzeigekinder, Prachtkinder, Superkinder! Diese Superkinder kenne ich nur vom Hörensagen. Wenn man anderen Muttis glauben darf, springen sie morgens schon fröhlich aus ihren Betten, waschen sich freiwillig und putzen stets die ZĂ€hne. Ihre Zimmer rĂ€umen sie selbststĂ€nig auf, was heißt aufrĂ€umen, bei ihnen gibt es ja gar keine Unordnung. Unverhoffter Besuch ist kein Problem und kann jederzeit ins Kinderzimmer schauen: „Oh, hier sieht es aber ordentlich aus! Da war wohl gerade Großreinemachen?“ „ Aber nein, Christine macht das ganz allein, sie ist so ein ordentliches Kind, da brauche ich mich ums AufrĂ€umen nicht zu kĂŒmmern.“ In solchen Momenten werde ich richtig neidisch und blicke - wieder zurĂŒck zu Hause -, mit trĂŒben Blick ins Kinderzimmer: „Wie sieht es denn hier wieder aus ? Kannst du denn gar nicht fĂŒr Ordnung sorgen? Bevor du zu Tina gehst, rĂ€umst du erst auf! Verflixt nochmal, daß du dich darin ĂŒberhaupt zurecht findest.“
Auch morgens ist mein Kind kein Superkind. Erst in allerletzter Minute krabbelt Stefanie mĂŒhsam aus ihrem Bett, der Waschlappen wird nur naß gemacht und mit der Zahnpasta ein wenig herumgespritzt. Dann isst sie ihr Brötchen im Schneckentempo, so dass ich schon nervös zur Uhr schaue: „Nun beeil dich, sonst kommst du zu spĂ€t!“ Ein mĂŒdes „ja“ ist die Antwort. „Wie lange brauchst du denn noch fĂŒr dein Brötchen? Wenn du meinst, daß ich dich mit dem Auto zur Schule bringe, dann hast du dich aber geirrt, dann kommst du eben zu spĂ€t, ist mir doch egal“. (Ist es mir natĂŒrlich nicht, selbstverstĂ€ndlich wĂŒrde ich sie mit dem Auto hinfahren, aber das muß ich ja nicht laut sagen.) Na also, endlich erhebt sich das Töchterchen, schlĂŒpft in die Schuhe, Tornister auf und ab geht`s, noch schnell „TschĂŒĂŸâ€œ, und schon saust sie aus der TĂŒr. Na, schafft sie den Bus noch? Oder ist sie gleich wieder da? - Nein, sie hat es tatsĂ€chlich noch geschafft! Aufregend, aber auch nie langweilig ist es mit meinen ganz „normalen“ Kindern, und genau das macht sie so liebenswert... Finden Sie nicht auch? Denn sicher haben auch Sie nur ganz normale liebenswerte Kinder?! Uli

Einig war sich die große Koalition, als Recht-ens nahm sie es ebenfalls an und die Freiheit gönnten sich die CDU Abgeordneten und die SPD Genossen, als es darum ging, die DiĂ€ten anzuheben. Und zimperlich waren sie dann auch nicht, rund 10 % mehr, das ist doch mal eine „gute Sache“. Mal sehen, wie es mit der Renten-„Anpassung“ nun klappt. 10 % da wĂŒrden sich die Rentner aber freuen. IF

selbst beim Fleischerstand, beim Arbeitsamt, beim Einwohnermeldeamt, bei der KfZ-Anmeldestelle, usw. Das macht auch alles Sinn. Dass es beim Fleischerstand auch Sinn macht, habe ich kĂŒrzlich mit viel Schmach erfahren mĂŒssen. In einem großen Supermarkt in Burgdorf, den ich sonst noch nie betreten hatte, da er nicht in meiner NĂ€he ist und ich eigentlich meine Wurst und Fleisch im Fleischerei-FachgeschĂ€ft kaufe, wollte ich nur mal schnell einen Rinderbraten fĂŒr Sonntag einkaufen. Riesig groß war die Wurst- und Fleischtheke mit sehr guter Auswahl. Ich schlenderte also zum Fleischerstand, um zu sehen, was es hier so gab. Davor dicht gedrĂ€ngt eine riesige Schlange an Menschen, und so konnte ich nur durch die Menschen hindurchlugen. Da lag in Massen Wurst, Schinken usw. Ein StĂŒcken weiter große FleischstĂŒcke vom Rind, Kalb und Schwein. Hier wĂŒrde ich also meinen Rinderbraten bekommen. Und welche Freude, am Fleischstand keine Menschen, also blieb ich hier stehen und suchte Augenkontakt mit einer VerkĂ€uferin. Haben Sie das auch schon einmal probiert? Mich sah man einfach nicht. Irgendwann fragte eine mal, wer ist jetzt dran? Da ich lange Geduld bewiesen hatte, sagte ich: „Ich hĂ€tte gerne nur Fleisch.“ Was da los war, können Sie sich nicht vorstellen.
Hinter mir die Menschenmenge vor der Wurstauslage und ein krĂ€ftiges Raunen; und vor mir mit giftigem Blick und böser Stimme die VerkĂ€uferin. „Haben Sie denn eine Nummer gezogen?“ „Eine Nummer? - Nein.“ „Ja, alle die dort stehen warten auf Wurst u n d Fleisch. Da mĂŒssen Sie sich eine Nummer ziehen und dann kommen Sie auch dran.“ Nach so viel Schmach habe ich dann
hier auf meinen Rinderbraten verzichtet und ging wie ein geprĂŒgelter Hund davon. Uli

Diesmal erkundeten MĂ€cko und MĂ€xchen den Platz erst am spĂ€ten Abend. Genervt von der 2-stĂŒndigen Autofahrt bei 30 Grad hatten sie sich im Wohnwagen sofort unter den Bettkasten verzogen. Dort im Dunkeln wollten sie nichts mehr hören und sehen.  Doch so einfach war das nicht. Wir mussten den Wohnwagen noch einmal umstellen, um etwas Schatten zu bekommen, da wir gerade die wunderbare heiße Sommerwetter-Phase fĂŒr unseren Urlaub erwischt hatten. Also die Kasten hatten im Bettkasten verkrochen und auch wir dachten, nun wĂ€re erst einmal ruhe angesagt, Doch das war ein Irrtum, Echf ovm Campingplatz mĂ€hte voller Schwung (und viel Krach) den Rasen um unseren Wohnwagen herum kurz. Das war zwar sehr schön, doch unsere Miezen waren ganz sicher entsetzt darĂŒber.
Nichts desto törotz, am sehr spĂ€ten Abend und schon ein wenig DĂ€mmerlicht trauten sie sich endlich heraus. Ich nahm an, dass ich nun meinen Kater erst einmal nicht wiedersehen wĂŒrde. Doch da schlich er mir schon einmal um die Beine.
Auch MĂ€cko schaute hin und wieder mal vorbei.
Doch natĂŒrlich waren die Kater, die es sonst gewohnt sind, tagsĂŒber im Garten herumzujagen, jetzt so richtig munter. Und so bekamen wir in der ersten Na<cht keine wohlvelrdiente Nachtruhe. Die Katzen kamen rein, meldeten sich, wollten Futter und dan wieder raus, Das ging tatsĂ€chlich die ganze Nacht so.  Wir wollten sie aber auch nicht aussperren und so zeigte sich weider einmal, unsere Katzen haben uns gut im Griff.

Meine Schwester Erika wohnt in einem wunderschönen alten Haus in der NĂ€he der Eilenriede in Hannover. Ihre Wohnung befindet sich im ersten Stock und sie hat nach hinten raus einen herrlichen Blick in den Garten, einem kleinen gepflegten Park Ă€hnlich, und keine HĂ€user gegenĂŒber.
Da stand sie nun eines Sommertages nach dem Duschen nackt am Fenster, schaute in den Garten und erfreute sich an den Goldfischen im Teich. Doch plötzlich erschrak sie sich gar fĂŒrchterlich, denn da hing ein Mann hoch oben in einer alten Tanne, nicht weit weg von ihrem Fenster entfernt. Einen Mann droben in einem Baum hĂ€ngend zu sehen, bringt schon ihr Blut in Wallung. Was mach der da? Wie ist er dahin gekommen? Einfach vom Himmel gefallen? Hoffentlich ist ihm nichts passiert. Ach nein, er schneidet Äste ab. Ihr Blut kam allerdings noch mehr in Wallung, nachdem sie sich erinnerte, dass sie ja ganz nackelig am Fenster stand. Doch dann stellte sie fest, dass der Ă€steabschneidende Herr da gegenĂŒber sie offensichtlich noch gar nicht gesichtet hatte, denn seine Arbeit forderte augenscheinlich seine ganze Aufmerksamkeit. Schade fĂŒr ihn, findet Uli, schließlich ist meine Schwester eine recht attraktive Frau.

Meine Schwester Erika ist schon eine besondere Persönlichkeit. Immer elegant, schick und mit hocherhobenem Haupt. So wĂŒrde sie nie mit einer PlastiktĂŒte durch ihre Heimatstadt Hannover gehen. Das ist absolut unter ihrer WĂŒrde. Eventuelle wĂŒrde sie noch einmal mit einem „eleganten“ Baumwollbeutel etwas nach Hause tragen, aber auch das ist fĂŒr sie schon unter ihrer Ehre. Und selbst als ich ihr hier bei mir auf dem Land mal eine PlastiktĂŒte mit Äpfeln aus unserem Garten in die Hand drĂŒcken wollte, war sie schon am Stöhnen. Obwohl sie ja nur aus der HaustĂŒr raus und bis zum Auto gehen musste. „Was sollen denn die Leute von mir denken?“ Ich beruhigte sie: “Du hier auf dem Dorf kennt Dich keiner und von der HaustĂŒr bis zum Auto sieht Dich noch nicht einmal jemand.“ Also so penibel ist Erika.
Aber höre und staune, da erzĂ€hlt sie mir doch neulich, dass sie sich in der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade, frĂŒher Passerelle genant, einen Korbstuhl fĂŒr ihren Balkon gekauft hat. Es war der letzte und sie musste ihn selber nach Hause schleppen, da Restposten und auch noch herabgesetzt, das GeschĂ€ft ihn nicht anliefern wollte. Da hat sie sich doch tatsĂ€chlich in diesem Laden eine Schubkarre geliehen, den Sessel obendrauf und damit ist sie dann durch die Passerelle nach Hause marschiert. Ich konnte es nicht fassen, als sie mir das erzĂ€hlte, denn was ist daran noch elegant und schick? Aber da hat wohl der Wille nach dem SchnĂ€ppchen gesiegt. Uli

Ob nun wirklich alle Frauen Prinzessinen sein möchten, bezweifle ich doch sehr stark. Aber das wunderschöne Logo von Herr Glööckler, die prunkvolle Krone macht sich doch auf vielen Dingen sehr dekorativ.
So teilte mir meine Mitarbeiterin mit, dass sie Tapeten von Glööckler gesehen habe, die einfach fantastisch wĂ€ren. Jedoch wĂŒrde eine einzige Rolle schon ein ‘kleines Vermögen’ kosten. Ja, wer kann sich das schon erlauben, wohl nur eine Prinzessin.
KĂŒrzlich in einer Tierhandlung sah ich Decken und Körbchen mit dieser berĂŒhmten Krone. Der Preis dafĂŒr war auch nicht ohne. Ich ĂŒberlegte, ob mein wunderschöner, krĂ€ftiger Kater nun eine Prinzessin sein möchte? Doch ihm ist sicherlich gutes Futter lieber als auf einer Krönchendecke zu liegen.  
Ich bemerkte dann noch, dass es sogar Toilettendeckel mit Glööcklers Krone geben wĂŒrde. Plötzlich stand die andere Mitarbeiterin auf und teilte mit:
„Ich gehe jetzt zur Toilette und möchte aber sofort einen Toilettendeckeln von diesem ‘Gockel’.“ Ihr fiel in der Eile der Name Glööckler wohl nicht ein und was dann da heraus kam, brachte unsere ganze Mannschaft zu herzhaftem Lachen.
So hat Herr Glööckler mit seinem Ă€ußerst prĂ€gnaten GeschĂ€ftssinn doch etwas sehr Gutes geleistet. Wir sind ja keine Prinzessinnen und haben uns in dem Moment auch nicht so vornehm prinzessenhaft verhalten, sondern nur herzlich gelacht. Ich hoffe, Herr Glööckler nimmt es mir nicht ĂŒbel, denn seine KreativitĂ€t - auf all und jedes eine Krone zu positionieren sowie wunderschöne Mode und anderes zu entwerfen -  finde ich wirklich bewundernswert. Ihre Uli

Telefonieren will heute jeder und im Internet surfen ebenfalls. Und jeder will dies alles möglichst gĂŒnstig. Denn jeder telefoniert heute lĂ€nger und mehr als frĂŒher, und ĂŒberall.  Oma mit ihren Enkeln, Mutti mit ihrer Schwester und Papa mit GeschĂ€ftsfreunden. Und besonders langamtig und stundenlang die 12-jĂ€hrige Tochter mit ihrer Schulfreundin, wĂ€hrend der 14-jĂ€hrige Sohn im Internet „arbeitet“. Aber dafĂŒr gibt es ja seit Jahren die Flatrate (engl. Pauschaltarif).
Man muss auch sehr aufpassen, da ja alle Nase lang diese Tarife geĂ€ndert werden. Um auch noch preisgĂŒnstiger telefonieren zu können, habe ich gerade jetzt meinen Telefontarif geĂ€ndert.Nun hoffe ich, dass die nĂ€chste Rechnung gĂŒnstiger ausfĂ€llt, als bisher. Und wehe, wenn nicht.
Zudem hatte ich mir eine neue Kleinst-Telefonanlage angeschafft, da die Alte oftmals streikte.
Es war auch alles bestens, bis auf ein paar Kleinigkeiten. Um diese zu klĂ€ren, rief ich bei der Telekom an. Das allerdings war ein ganz  besonderes Ereignis. WĂ€hlt man die berĂŒhmte Nummer, spricht man zunĂ€chst mit einer Stimme, hinter der aber keine Person zu stecken scheint. Man kann sein Anliegen vortragen, muss verschiedene Ziffern drĂŒcken und wenn man GlĂŒck hat, ist nach langem Warten auch eine Person am Telefon. „Ich möchte meinen Anrufbeantworter selber besprechen und nicht die Ansage der Telekom darauf haben. Bitte löschen Sie das.“ Leider konnte mir weder diese Person noch verschiedene andere Menschen helfen, obwohl ich mehrmals die besten Anweisungen erhielt. Einen ganzen Vormittag verbrachte ich damit, immer wieder dort anzurufen, und da ich nun einmal registriert war, kamen auch die Verbindung etwas schneller zu stande. Aber immer wieder Fehlanzeige. Es blieb dabei: „Dieser Anschluss ist im Augenlick nicht besetzt, versuchen Sie es spĂ€ter noch einmal.“
SÀmtliche Stellen konnten diese einprogrammierte Ansage nicht löschen. Da plötzlich, hatte es doch noch geklappt, ich bin ich der Meinung, irgendwie habe ich es dann selber hinbekommen.
Ein Vormittag war hin, aber nun klappt hier wieder alles bestens ...
Und bei mir haben Sie auch keine Wartezeit. Sollten Sie einmal Probleme mit Ihrer Anlage haben, rufen Sie mich an, ich bin jetzt sehr geschult. Und Sie ersparen sich die schreckliche Wartezeit bei der Telekom. Uli

... er war wieder einmal fĂ€llig. Der Kleiderschrank musste aufgerĂ€umt werden. Er litt etwas an ÜberfĂŒllung, wĂ€hrenddessen manches KleidungsstĂŒck an Unterweite litt. Nun ist es natĂŒrlich ein Leichtes, so einen Pullover oder Rock, der offensichtlich durch langes Liegen ‘eingelaufen’ war, zu entsorgen. Doch genau diese StĂŒcke waren einst meine LieblingsstĂŒcke ... und trennen Sie sich mal von diesen. Mir fiel es schwer, zu enge KleidungsstĂŒcke auszusortieren und in die berĂŒhmten Container zu bringen oder auch fĂŒr einen guten Zweck zu spenden. So kam das eine oder andere StĂŒck, welches derzeit der sowieso wegfallenden Sommer-Bekleidung angehört, in den Kleiderschrank im Keller. Vielleicht, so ĂŒberlegte ich, habe ich ja bis zum nĂ€chsten Sommer nochmal so 2 - 3 Kilo abgenommen und dann passt mein LieblingsstĂŒck wieder. Leider gehen diese Visionen meist nicht in ErfĂŒllung...
Nun denn, jetzt habe ich aber erst einmal Platz fĂŒr die Winterkleidung geschaffen. Denn ein oder auch zwei neue StĂŒcke mĂŒssen auch mal wieder her ... Ich muss ja auch die Wirtschaft ankurbeln. Gönnen Sie sich auch was Neues, man freut sich darĂŒber.  Nun wĂŒnsche ich Ihnen ein „goldenes“ Herbstwochenende mit viel Sonnenschein und klarer Luft. Uli

Wenn man schon mal eine öffentliche Toilette benutzen muss, ist meistens auch wirklich „Holland in Not“. Denn in der Regel verkneift man sich dieses. Doch kĂŒrzlich ging es nicht anders, in einer fremden Stadt musste ich so ein HĂ€uschen aufsuchen. Was war ich froh, als ich - nachdem ich 50 Cent zum Öffnen der TĂŒr in den Schlitz gesteckt hatte - auf der Toilette saß. Doch dann - oh Schreck, es war kein Papier da. Na, ja - ich werde wohl noch ein paar PapiertaschentĂŒcher in der Tasche habe, hoffte ich. TatsĂ€chlich, aber es war nur eines. Na ja, besser als gar nichts.
Also falls Sie mal unterwegs sind, packen Sie sich immer ein PĂ€ckchen PapiertaschentĂŒcher ein, es kann manchmal recht hilfreich sein. Uli

... das geht gar nicht ...
Vor vielen, vielen Jahren gingen nur „arme oder sparsame“ Leute zum Einkaufen in den Aldi. Dieses hat sich gewandelt. Man sollte einfach nicht ohne Einkaufwagen in den Aldi gehen.
Ich hatte mir fest vorgenommen, nur ein Packchen KĂ€se und ein Forellenfilet zu holen. Doch kaum war ich im GeschĂ€ft, lachten mich auf dem Sonderverkaufstisch SĂŒĂŸigkeiten an. Diese wĂ€ren fĂŒr meine Enkelkinder sicher genau richtig, also mitnehmen. Beim KĂ€sestand nahm ich nicht nur ein PĂ€ckchen, da kam dann noch ein zweiter KĂ€se dazu. 
Wenig spĂ€ter marschierte ich an der TiefkĂŒhlbox vorbei. Schlimm, aber ich wollte unbedingt noch eine große TĂŒte Pommes Fritz haben, denn wenn nĂ€chste Woche meine Enkelkinder zu Besuch kommen, geht das wunderbar schnell und sie schmecken allen gut. Jetzt wurde es auf meinem Arm schon eng. Doch eine TĂŒte Saft musste auch noch mit.
Joghurt verknief ich mir und dann zur Kasse. Statt zwei Teilen hatte ich inzwischen 6 Teile.
Doch zum GlĂŒck geht es nicht nur mir so. KĂŒrzlich beobachte ich einen „feinen Herrn im schwarzen Anzug“, wie er offenbar nur eine Flasche Obstler holen wollte, denn er kam auch ohne Einkaufswagen rein und maschierte schnur-stracks zum Spirituosenregal. Als er dann vor mir an der Kasse stand, hatte er auch alle HĂ€nde voll zu tun, seinen Einkauf, der mittlerweise aus 7 Teilen bestand, wegzubekommen. Wie schon gesagt, in den Aldi sollte man nie ohne Einkaufswagen gehen... Uli

...Was andere Leute nicht mehr haben wollen, kann fĂŒr andere die ErfĂŒllung heißer WĂŒnsche sein. So ist es einfach schön, wieder einmal ĂŒber einen Flohmarkt zu gehen...
Ich hatte mir zwar fest vorgenommen, nichts zu kaufen, doch das war ein Trugschluss.
Ganz diszipliniert marschierte ich zunĂ€chst neben meinem Mann von Stand zu Stand. Doch er schaute nach alten Autozubehörteilen und ich nach Nippes. So gingen wir jeder unserer Wege. Gleich am ersten Stand entdeckte ich etwas, erfragte den Preis und ging sofort weiter. Dann sah ich eine Figur, die mich ins Herz traf. Preis 13,- Euro. Es war Mozart in der GrĂ¶ĂŸe 15 x 8. Der auslĂ€ndisch sprechende VerkĂ€ufer betonte, dass es Handarbeit sei, und aus Meerschaum gefertigt. Er zeigte auf einen eingeritzten Namen. Handarbeit oder von Maschine gefertigt, das war mir völlig egal, diese Figur wollte ich haben. Ich handelte: „Acht Euro!“ „Zehn!“ Na ja, und schon gehörte Mozart mir. Er wĂŒrde sich gut auf meinem Klavier machen.
An einem weiteren Stand entdeckte ich einen antiquierten Kaffeepott mit Deckel, Henkeln und in verschnörkelter Schrift `KaffeeÂŽ darau geschrieben. Der Preis ein Euro. Klar, dass auch dieser mir gehörte. Dann entdeckte ich einen aus Sandstein gebildeten Blumentopf mit zwei lesenden Figuren rechts und links. Ein zauberhaftes StĂŒck, wĂŒrde sicher viel Geld kosten. Auf meine Frage erhielt ich die Antwort: „Drei Euro.“ Ich ging nochmals weg, dieses SchnĂ€ppchen musste ich meinem Mann zeigen. Zusammen angekommen sagte ich: „Zwei Euro!“ Und welche Freude die Frau hinter ihrem Stand sagte ja! Dieses PrachtstĂŒck war gar nicht leicht und ich schleppte mich jetzt bei herrlich warmem Sommerwertter weiter von Stand zu Stand, vor meinem Bauch diese Kostbarkeit. FĂŒr zwei Euro so etwas Tolles, es machte mich richtig glĂŒcklich.
So war ich im Kaufrausch. Einen Stand weiter entdeckte ich dann eine kleine Porzellanfigur: Ein MĂ€dchen, das eine Gans vor sich hertrieb. Genau solche Figuren sammele ich ja schon seit Jahren. Deshalb rutschte mir auch prompt meine Begeisterung mit einem lauten “Oh!“ heraus. Bei der Nachfrage was sie kosten solle, bekam ich die Antwort auf meine Reaktion: „25 Euro“. Das war zu viel, also ging ich hoch erhobenen Hauptes, aber schweren Herzens weiter.
Und das Beste wie immer am Schluss. Zu Hause angekommen rief ich sofort meine Freundin an und erzĂ€hlte ihr von meinen wunderbaren Errungenschaften. Denn sie hatte mich erst zwei Wochen zuvor ĂŒber ihre SchnĂ€ppchen auf einem Flohmarkt informiert. Das hat dann in mir einen riesitgen Stachel Neid verbreitet. Und nur deshalb bin ich am vergangenen Sonntag auf den Flohmarkt gegangen. Aber ich bin ganz sicher, jetzt habe ich auch sie wieder neidisch gemacht.

Die freche Mini-Maus
dreimal hatte unser Kater MĂ€xchen uns MĂ€use vor den Wohnwagen gelegt. Am vierten Tag kam er in den Wohnwagen gesprungen und hatte quer im MĂ€ulchen eine Maus. Auf meinen ‚freudigen’ Ausruf hin, lies er die Maus fallen und genau vor dem LĂŒftungsschacht der Sitzbank. Und dann war das MĂ€uschen sowas von schnell unter der Bank verschwunden, so schnell konnte ich kaum Luft holen. Und so wusste ich, die Maus lebt!  Der „liebe“  Kater hat dann noch an dem Loch gekratzt und so komische GerĂ€usche gemacht, aber die Maus war verschwunden.Am nĂ€chsten Morgen erzĂ€hlte ich das meinem Mann, der hatte nĂ€mlich die Ankunft der Maus verschlafen:
„Wir sind jetzt im Wohnwagen, 2 Menschen, 2 Katzen und 1 Maus.
MĂ€xchen hat heute Nacht eine Maus mit rein gebracht, die lebte noch, und jetzt ist sie unter der Bank im LĂŒftungsschacht verschwunden.“ „Na, zwei Katzen hier, die mĂŒsste doch zu kriegen sein“, meinte er hoffnungsvoll. Wir beratschlagten, wie wir sie wohl kriegen könnten. So legten wir zwei StĂŒckchen KĂ€se vor den LĂŒftungsschacht, die das MĂ€uschen auch verspeiste.
Dann besorgten wir zwei Mausefallen und legten der Mini-Maus in eines wieder KĂ€se und in das andere ein StĂŒckchen Speck.
Doch die Maus war so vorsichtig und verspeiste die Leckereien, ohne dass die Falle zuklappte.
Nachdem wir unser Erlebtes erzÀhlt hatten, bekamen wir gute RatschlÀge. Wir sollten es mal mit Nutella versuchen.
Doch leider brachte uns auch das nicht den gewĂŒnschten Erfolg. Nun ist der Wohnwagen im Winterquartier und wir hoffen sehr, dass die Maus zwischenzeitlich das Weite gesucht hat oder evtl. verhungert, ohne dass sie großen Schaden an Kabeln usw. anrichtet. ULI

Schön, weil der Wettergott uns jetzt noch einmal mit herrlichem Sommerwetter belohnt, was wir in den Monaten zuvor nur tröpfenweise bekamen. Schön zudem, da meine Tochter und drei meiner Enkelkinder in diesem Monat Geburtstag haben. Ein Geburtstag ist immer ein ganz besonderes Ereignis,  welches auch gefeiert werden mus. Hinzu kommt, dass mein Ă€ltester Enkelsohn 18 Jahre geworden ist, und meine große Enkeltochter 17. Der Dritte im Bunde ist mein Enkelsohn, der  Ende des Monats 12 Jahre alt wird. Meine Tochter sieht aus wie die große Schwester ihrer Tochter und wird in diesem Jahr, ein klein wenig ĂŒber 40. Mehr darf ich nicht verraten, sonst bekomme ich Ärger.
Alles schöne Ereignisse .... Schrecklich, weil vier Geburtstage in einem Monat an die finanziellen Grenzen der Großeltern gehen. Denn 18 und 17, da muss das Geschenk schon ein klein wenig grĂ¶ĂŸer sein.
Doch noch schrecklicher ist der Dezember, da kommen sie alle zusammen. FĂŒnf Enkelsöhne, drei  Enkeltöchter und die Eltern dazu.
Aber trotzdem ist der Dezember natĂŒrlich ein super schöner, gemĂŒtlicher  Monat und Weihnachten geheimnisvoll und ein Fest fĂŒr die ganze Familie. 
Doch deshalb muss ich eigentlich schon jetzt anfangen, zu sparen, damit dann auch fĂŒr alle etwas auf dem Gabentisch liegt, doch gerade das kann ich im September vergessen; siehe die Vorgeschichte.
Weiterhin einen schönen sommerlichen September wĂŒnscht Ihnen Uli

... so erklang es vor vielen, vielen Jahren aus dem Mund von Nana Mouskouri; und Rudi Carrell traf mit seinem Schlager: „Wann wird es mal wieder richtig Sommer?“ den Nagel auf den Kopf. Auch dieses Lied ist „uralt“. Das zeigt mir doch, dass dieser Sommer - der uns abwechslungsreiches Aprilwetter bietet - nichts Neues ist.
Immer schon beklagten wir uns ĂŒber das Wetter. VerstĂ€ndlich, denn in den Monaten von Mai bis September hungert der Mensch nach Sonne.
Und wer nicht verreist, möchte halt wenigstens in seinem Garten oder auf dem Balkon die wĂ€rmende Sonne genießen.
So faßte ich kĂŒrzlich an einem sehr warmen Sommertag (den gab es  schon mal) den Entschluss am Wochenende mal eine Woche mit dem Wohnwagen zu verreisen. Mein Mann war begeistert, dass ich mir soviel Freizeit gönnen wollte. Inzwischen stand der Wohnwagen vor der TĂŒr, einige KleidungsstĂŒcke und alles andere Notwendige war eingeladen, und dann wurde es von Tag zu Tag immer kĂ€lter, und Regen gab es tĂ€glich mehrmals. Mir verging die Lust am Camping und so brachten wir den Wohnwagen wieder in sein Quartier.
Nun endlich ist der Sommer doch nochmals bei uns angelandet. Und dann natĂŒrlich gleich mit Karacho. Nach dem Motto: Wenn schon, denn schon ... Es ist zwar schön, wenn die Sonne scheint, aber wie schön wĂ€re es, wenn sich die Hitze endlich mal wieder auf einen ganz normalen „langen“ Sommer verteilen wĂŒrde, so wie es frĂŒher „manchmal“ war.  Genießen Sie also jeden schönen Sommertag, das wĂŒnscht Ihnen Uli

Meine Enkeltochter Sina ist ein prĂ€chtiges MĂ€dchen, bildhĂŒbsch, höflich, lieb und nett. Sie wird im September 17 Jahre, besitzt bereits ihren TreckerfĂŒhrerschein, und arbeitet schon am normalen FĂŒhrerschein, und ist fußballbegeistert. Das ist ja nichts ungewöhnliches, ungewöhlich ist nur, dass Sina fĂŒnf BrĂŒder hat und nicht einer Fußball begeistert ist, geschweige denn Fußball spielt. Sie ist aber nicht nur Hannover 96-Fan, sondern sammelt auch fleißig alle Bilder der großen Kicker.
Sina verfolgt natĂŒrlich auch die EM-Spiele, die jetzt beginnen und hofft mit vielen Fans, dass Deutschland Europameister wird. Diesem Wunsch schließe ich mich natĂŒrlich an - auch wenn ich nicht allzu viel mit Fußball im Sinn habe -  aber dass wir Deutschen Europameister werden, dass wĂŒnsche ich mir natĂŒrlich auch sehr, es wĂ€re genial, Uli

das ganze Jahr ĂŒber werden wir mit Koch-Shows ĂŒberhĂ€uft,  jedoch zur Vorweihnachtszeit steigert sich dieses Angebot noch einmal gewaltig. Bekannte und nicht bekannte Persönlichkeiten kochen fĂŒr uns die leckersten Weihnachtsmenues. Weihnachten könnte mindestens zwei Wochen dauern und wir könnten jeden Tag unseren GĂ€sten etwas Neues  bieten. Und so ein Menue ist angeblich auch fast immer ganz einfach zuzubereiten. Ich selber koche gern, koche möglichst unkompliziertes, aber ganz sicher stets etwas Leckeres. Jedoch nehme ich mir nicht immer die Zeit und habe auch nicht immer Lust auf ein umfangreiches Dinner. Denn ... das gute Essen ist ja meistens auch sehr nahrhaft und bringt meine Gedanken - endlich mal weniger zu essen, um abzunehmen - wieder völlig durcheinander. Deshalb verkneife ich es mir hĂ€ufiger Mal, ein umfangreiches Menue zuzubereiten. 
Doch wenn ich mich am Abend beim Fernsehen etwas entspannen will, bleibt mir nichts anderes ĂŒbrig, als GĂ€nsebraten, Entenbrust oder Rinderfilet anzusehen. Wie die bekannten und auch unbekannten Köche das alles meistern, ist erstaunlich. WĂ€hrend der GĂ€nsebraten im Backofen vor sich hinbruzelt, wird der Teig fĂŒr die KlĂ¶ĂŸe zubereitet und meistens zu vor noch das fantastische Dessert fertiggestellt. In meinem Kochbuch von anno 1970 ist alles bestens nachzulesen, doch hat es mir hĂ€ufig sehr kompliziert geklungen, so dass ich auf die eine oder andere Leckerei verzichte. Einfache Salzkartoffeln zum GĂ€nsebraten schmecken mir auch, und der Rotkohl kommt - oh, welche Schande, aus der TiefkĂŒhltruhe. Als Nachtisch ein leckeres Eis mit Sahne und FrĂŒchten  ergĂ€nzt mein festliches Mahl.
Und ob Sie’s nun glauben oder nicht, es schmeckt meinen GĂ€sten und mir immer gut.  Das allerdings verfĂŒhrt zum  ‘viel’ Essen.
Na gut, Weihnachten war es draußen nicht weihnachtlich, kein Schnee, keine KĂ€lte, zum GlĂŒck auch wenig Regen, so dass ich nach dem Mahl wenigstens einen lĂ€ngeren Spaziergang machen konnte. Und trotzdem zwicken die Hosen und Röcke in der Taille. Schließlich gab’s  an den Festtagen zum Kaffee auch noch Torte und Kuchen. Aber jetzt ist Januar und da werde ich das Essen mal ganz lassen, dann passt auch die FrĂŒhjahrsmode vom letzten Jahr wieder. Einen schlemmerfreien Januar wĂŒnscht Ihnen Uli

... wenn ich mich erst vor Kurzem darĂŒber aufregen musste, dass im Fernsehen nur Koch-Show gezeigt werden, so habe ich am vorletzten Samstagabend - nach einem Blick ins Fernsehprogramm -  nicht schlecht gestaunt, dass auf ZDF, NDR, WDR, RBB und Hessen je ein TVKrimi lief. auf ARD gab es dann noch einen Agententhriller von 1998.
Ich muss schon sagen, an einem Samstagabend auf fĂŒnf Programmen nur Krimis, ist eine reine Veralberung des Publikums. Auf den Privatsendern war es an diesem Samstag auch nicht  besser. Und das schlimmste von allem auf RTL: Ich bin ein Star - holt mich hier raus.
An so einem Samstagabend will ich es mir mal vor dem Fernseher gemĂŒtlich machen, ein wenig entspannen, ein Glas Wein auf dem Wohnzimmertisch und mich berieseln lassen. Aber ganz sicher nicht mit ungeklĂ€rten KriminalfĂ€llen, die am Ende irgendein Kommissar dann prĂ€chtig löst.
Sicherlich lieben viele Zuschauer die „ungeklĂ€rten Falle“. Doch auf jedem Programm, da kommen auch die zu kurz, sie können ja nicht fĂŒnf Programme auf einmal sehen.
Hoffentlich kommt bald das FrĂŒhjahr, dann kann ich am Samstagabend - wenn mal nichts besonders anliegt - in den Garten gehen und mich dort mit den Blumen und Ă€hnlichem amĂŒsieren, Uli

... gönnen sich auch Àltere Menschen mal hin und wieder.
So erzĂ€hlte mir meine Schwester Erika, dass sie mit ihrer Freundin Ilse beim Burger King nach einem Shoppingvormittag eingekehrt war, um sich dort einen BĂŒrger mit Pommes als Mittagessen zu gönnen.
Ihre Freundin Ilse war noch nie dort gewesen und stand nun sehr interessiert vor dem Tresen, hinter dem sie ein junger Mann fragte, was sie zu den bestellten Pommes möchte, „... mit Majo?“ Ratlos fragte sie, was das denn sei. Meine Schwester - durch Enkelkinder - erfahrener im Umgang mit den SB-Lokalen klĂ€rte sie auf: „Mayonaisse ist das.“ „Ah ja, dann mit Majo“. So marschierte die beiden schon etwas Ă€lteren Damen mit ihrem Burger, Pommes und Cola zu einem Tisch. Dort stellten sie fest, dass der Burger irgendwie schwer essbar war und nur eine sehr dĂŒnne Serviette das drohende Tropfen und Kleckern desselbigen nicht auffangen konnte. Zudem kam hinzu, dass die Colabecher zwar einen Deckel mit einem Loch hatten, aber keinen Strohhalm. So musste denn erst ein Strohlhalm her und gleich nochmals einige Servierten. Nachdem die „Speisen“ verzehrt waren, erklĂ€rte Freundin Ilse meiner Schwester: „Mit hat es aber gut geschmeckt, hier gehe wieder einmal hin.“ Na also, auch Ă€ltere lieben manchmal ds schnelle Essen, also so schlimm kann dann Fast Food nicht sein.  Uli


Es gab Zeiten, da wurden die Rentner und PensionĂ€re als reich bezeichnet.  Zu dieser Zeit konnten viele auch noch mit 58 oder 60 Jahren in Rente gehen. Die Betriebe waren froh, wenn sie die „Alten“ los waren. Und den FrĂŒhrentnern ging es damals finanziell gut. Die Rede war von den Rentnern, die sich alles erlauben konnten, viele verreisten und neue Autos kauften. Die Werbestrategen stellten dieses PhĂ€nomen fest, und spezialisierten sich darauf, den 60 + das Geld aus  der Tasche zu ziehen.
Inzwischen sind die Rentner arm, sogar so arm, das viele an der Armutsgrenze leben. Zum GlĂŒck erlaubt man es ihnen inzwischen, soviel dazu zu verdienen, wie sie wollen. (Ein Leben lang gearbeitet und jetzt auch noch!)
Unsere Politiker/innen kĂŒmmern sich ausgiebig um junge Familie und wie man Frauen in gehobene Positionen bekommt, und MĂ€nner als VĂ€ter im Haus verpflichtet. (Die dann dafĂŒr vom Staat - unseren Steuern - entlohnt werden.)
Doch was inzwischen mit den „armen Alten“ geschieht, interessiert niemanden. Die Rente wird hin und wieder um etwa 1 %  angehoben. Was ist das bei 700 Euro Rente?  7,- Euro. Einmal ein Brot und ein paar Brötchen kaufen, denn zum Kuchen reicht das nicht mehr.
Die Gewerkschaften kĂ€mpfen fĂŒr Mindestlöhne, die im Stundenlohn das 1 % ĂŒberschreiten. Nichts dagegen einzuwenden, aber wer kĂ€mpft endlich mal dafĂŒr, dass die Renten wenigsten in der Höhe der Geldentwertung und auch mal darĂŒber steigen?
Niemand. Und die Politiker sind noch zufrieden, wenn sie publizieren, dass die Renten (alle zwei Jahre?) angehoben wurden.  Die fĂŒr etwa 7,- Euro versandten Serienbriefe plus Porto sollten mal obendrauf geschlagen werden, nötigenfalls nach drei Jahren, dann aber eine  richtige Erhöhung von wenigstens  5 %, dann könnte sich so ein armer Mensch vielleicht auch mal einen Besuch in einem CafĂ© erlauben. Ein sonniges Wochenende, vielleicht mit einem selbstgebackenen StĂŒck Kuchen, wĂŒnscht Ihnen Uli

... und ich nur zwei. Wenn man mit ĂŒber 60 noch joggen will, sollte man schon etwas vorsichtig sein. Eine  regennasse Straße und dann noch bergab ist sicher nicht der geeignete Ort, diesen Sport auszuĂŒben. Im Solling neben unserem schönen Naturcampingplatz hatte ich wieder einmal meinen munteren Kater gerufen und nachdem er fröhlich bergab Richtung Wohnwagen lief, lief ich hinterher. So schnell, wie ich da plötzlich auf meinen vier Buchstaben saß, war mir unvorstellbar, aber geschehen. So schnell wie sich mein linkes Handgelenk und mein linker Knöchel im Umfang verdoppelte, fast verdreifachte, vermochte ich mit meinen Augen kaum erfassen. Hinzu kamen höllische Schmerzen. Nur mĂŒhsam konnte ich aufstehen, stĂŒtzte meine linke Hand und humpelte sehr vorsichtig den Berg hinunter Richtung Wohnwagen. Denn mein Rufen hatte in dieser Einsamkeit niemand gehört. Na ja, dann brachte mich mein Mann schnellstens ins nĂ€chste Krankenhaus, wo ich zunĂ€chst versorgt und geröntgt wurde. Armbruch Ă€ußerst kompliziert, Knöchelbruch zum GlĂŒck nur glatt.
Drei Tage spĂ€ter wurde das Handgelenk operiert und der Fuß bekam einen wunderschönen Stiefel verpasst.
FĂŒnf Tage spĂ€ter wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen, der Urlaub war zu Ende und wir fuhren mit dem Wohnwagen nach Hause.
Sollten Sie mich derzeit mal vermisst haben, dann wissen sie jetzt warum. Man sollte halt auf regennaßer Straße nicht mit dem Kater um die Wette laufen.... Uli

Das ist ja mal wieder typisch, meine Schwiegermutter ist zur Kur und hat mich mit dem Beköstigen fĂŒr die Familie beauftragt. Diese setzt sich zusammen aus meinem Schwiegervater, meinem Mann und unseren Kindern. Nun habe ich mir ausnahmsweise mal erlaubt, vormittags arbeiten zu gehen, die Kinder bei einer Freundin untergebracht und natĂŒrlich Essen fĂŒr die „MĂ€nner“ vorbereitet und zwar am Abend vorher.
Mein Mann wurde also von mir gebeten, gegen 11.30 Uhr die Kartoffeln aufzusetzen und die Königsberger Klopse zu erwĂ€rmen. PĂŒnktlichkeit war noch nie seine StĂ€rke - also kam er erst um 11.35 Uhr. Mein Schwiegervater stand schon mit knurrendem Magen in der KĂŒche und kriegte Panik. „Das Essen ist ja nie um 12 Uhr fertig, ist ja noch gar nichts rausgeholt.“ Und raste an eine der Gefriertruhen, wo seine Liebe Frau fĂŒr den Notfall vorgekocht hatte (offensichtlich vertraut sie mir nicht und meint, ich lasse ihre MĂ€nner verhungern). Dort fand er hocherfreut einen Topf mit Tomatensuppe. Den gegriffen und rauf auf den Herd. Platte auf vollste Stufe und nebenbei Tisch gedeckt. Mein Mann hatte sich (nachdem Kartoffeln und Klopse auf dem Herd standen) ins Nebenzimmer verzogen. Mit einem Mal knallte es gar fĂŒrchterlich und man hörte jemanden fluchen. Vorsichtig linste mein Mann um die Ecke und hatte MĂŒhe ernst zu bleiben.
Der Deckel vom Suppentopf hatte sich mit einem großen Satz vom Topf gelöst und die Suppe gedachte diesem zu folgen. Fußboden, Herd, Decke und Gardine waren feuerrot. Ach Herje, die HĂ€lfte der Suppe war weg. Nun kam der „Hausmann“ in Fahrt. Erst Herd und SpĂŒle reinigen, mit den FĂŒĂŸen den restlichen Boden farblich angleichen, dann nahm er sich die Fensterscheiben vor und zum Schluß die Gardine ab. Mein Mann bekam fast einen Herzinfakt. Schnell versuchte er mit dem Wischmop das Schlimmste zu verhindern und mit der Leiter rauf zur Decke, bevor es sich die Suppe ĂŒberlegte und von dort wieder runtertropfte.
Trotz allem hatte mein Mann das von mir vorbereitete Essen um 12.05 Uhr auf dem Tisch und die Suppe, nun ja, die folgte als Nachtisch um 12.20 Uhr. Satt geworden sind sie alle - aber der Streß reicht ihnen sicher fĂŒr die nĂ€chsten drei Tage. Steffi

FrĂŒher gab es Ostern Ostereier und kein Play Mobil, Waveboard oder MP 3-Player.  FrĂŒher gab es Ostereier aus Schokolade, hartgekochte Eier und aus Marzipan. FrĂŒher wurden die Ostereier, da klein und handlich in Ecken und Nischen versteckt und wir Kinder mussten Ostersonntag erst einmal fleißig suchen. Nun kann ich nicht behaupten, dass „frĂŒher alles besser war“.  Aber frĂŒher war halt alles anders!
Ich  war die jĂŒngste in unserer Familie und demzufolge auch die kleinste. Und nun wĂ€hlte unser Osterhase jedes Jahr fast die gleichen Verstecke, die sich meine großen Geschwister merkten. Hinzu kam, und das verzeihe ich dem Osterhasen bis heute nicht, dass er grundsĂ€tzlich mindestens 3 - 4 Eier auf den Gardinenleisten versteckte. Und wĂ€hrend ich auf der Erde rumkroch, hob meine Ă€ltere, große Schwester nur den Arm und fĂŒhlte die Gardinenleisten ab. Diese hingen seinerzeit gleich ĂŒber den Fenstern und nicht so hoch wie heute, waren aber schön breit. So hatte sie, schon fast ausgewachsen, keinerlei Probleme, die Ostereier zu finden. Ich hingegen rutschte auf den Knien und guckte unter jede Kommode. Da aber mein Vater der Osterhase und sehr gross war, waren natĂŒrlich unter Kommoden oder Sofas wenig Ostereier. Schon mal war eines hinter dem Sofakissen versteckt. Aber wie schon gesagt, heute haben die Ostereier selten eine Eiform, sondern bestehen aus Legosteinen, Buntstiften, Computerspielen und anderen schönen Dingen. Trotzdem ist Ostern kein Ostern, wenn die „Ostereier“ nicht gesucht werden mĂŒssen. Das hat sich traditionell ĂŒber Jahrzehnte hinweg gehalten und macht klein wie gross Spass. NatĂŒrlich gibt es auch heute noch „echte“ Ostereier oder Schmunzelhasen! Diese sind aus Marzipan Krokant und Schokolade und gefĂŒllt mit den himmlichsten sĂŒĂŸen Cremes. Wer kann da schon widerstehen? Da habe ich gerade einmal eine DiĂ€t hinter mir und die Pfunde von Weihnachten abgebaut und da lachen mich an jeder Ecke bunte Ostereier an. Und suchen muss ich sie heute auch nicht mehr. Denn jetzt bin ich der Osterhase und da rutscht schon mal so ein Ei aus Versehen statt in das Versteck in meinen Mund. In diesem Sinne wĂŒnsche ich allen ein sĂŒĂŸes und sonniges Osterfest.
Uli

Da steht sie nun, neu, modern, blitzblank und geeicht: meine neue Waage. Seit Jahrzehnten stellte ich mich einmal in der Woche auf meine „alte“ Waage und freute mich jedesmal, denn auf ihr wiege ich immer 2 kg weniger als in Wirklichkeit. Nach vielen Jahren sah sie allerdings recht schĂ€big und mitgenommen aus. Auf der Unterseite hatte ich vor ĂŒber 40 Jahren das Gewicht meines Mannes und mein damaliges Gewicht eingetragen. Da stand unter Uli: 48 kg! Welch schöne Zahl. Mittlerweile hat sich mein Gewicht nach oben geschraubt und ich habe es auf der Unterseite der Waage nie mehr notiert. Alle paar Jahre kamen ein paar PfĂŒndchen dazu.  Trotzdem konnte ich mit dem Gewicht, welches meine gute alte Waage anzeigte, leben.
Nun aber leuchten sie mich an, die Zahlen - in neonrot, und wunderbar lesbar: ... Nicht 5 kg mehr als damals, nicht 10 kg mehr, nein, 13 kg mehr als damals. Meine alte Waage war da wesentlich netter zu mir, und zeigte nur 11 kg mehr an.
Es sind zwar nur 2 kg Unterschied, aber genau diese zwei Kilo versetzen mich in Wut. Was waren das noch fĂŒr Zeiten, als ein breiter GĂŒrtel meine Taille zierte. Nun hat das natĂŒrlich nichts mit der neuen Waage zu tun, sondern ausschliesslich damit, dass mir das Essen immer so gut schmeckt. Und dass ich ab und zu ab- und zunehme. Denn gerade habe ich mir die WeihnachtsmĂ€nner runtergehungert, das strahlen mich schon wieder die leckeren sĂŒssen Ostereier an. Ich wĂŒnsche Ihnen ein sonniges Wochende und ohne den Genuss von Osteiern,
damit die Taille in Form bleibt, Ihre Uli

... kaum strahlt die Sonne, strahlt mich der Dreck in der Wohnung an. Ganz gleich, wohin ich schaue, Fenster, Gardinen, Möbel, Teppiche. Überall scheint sich der Schmutz des letzten halben Jahres niedergelassen zu haben. NatĂŒrlich ist das nicht der Fall, ich putze ja regelmĂ€ĂŸig. Aber sobald die Sonne ihre Strahlen durch die leicht diffusen Fenster schickt, sehe ich nur noch Arbeit ĂŒber Arbeit.
Jetzt ruhig bleiben und nach und nach jede Woche ein Zimmer grĂŒndlich vornehmen, dann bin ich bis Ende MĂ€rz durch und alles ist blitz-blank.
Wenn, ja wenn, alles immer so reibungslos ginge. Leider kommt dann an meinem Putztag ganz sicher etwas dazwischen, was mir wichtiger erscheint. Und so schieben sich meine Putztage immer weiter nach hinten. Inzwischen sieht auch mein Garten so aus, als hĂ€tte er mal wieder  fleißige HĂ€nde nötig: BĂŒsche und BĂ€ume schneiden, der Rasen zeigt mehr Moos als Gras und um die Terrasse herum wuchert das erste GrĂŒn, doch meistens nicht die Blumen.
Aber schön ist es doch, wenn draußen die Sonne scheint und es allmĂ€hlich wĂ€rmer wird. Die Vögel zwitschern schon wieder lauter und so manches Mal weht schon ein Grillduft aus Nachbars Garten herĂŒber.
Ihnen ein sonniges Wochenende und viel Spaß beim Putzen, Grillen oder der ersten Gartenpflege, wĂŒnscht Ihnen Uli


mxchen_rumt_den_papierkorb_aus_DSCF5650unser neuer Verlagskater MĂ€xchen ist zu einem fĂŒnf Monate alten Halbstarken herangewachsen. Wenn er nicht gerade die Papiere auf unseren Schreibtischen durcheinander wirbelt, haut er ihm Sprung auf die Telefonanlage, so dass plötzlich die Zeitansage spricht.
Setzt er sich dann im BĂŒro auf die Fensterbank, grĂŒĂŸt er von dort ganz gelassen alle vorbeifahrenden Radfahrer. Er bevorzugt es, dieses von der Ă€ußeren Fensterbank aus zu machen, so dass wir das Fenster offen stehen lassen mĂŒssen, damit Klein-MĂ€xchen sofort rein kann, falls sich draußen ein Hund bellend ĂŒber ihn beschwert, oder Kinder sich laut kreischend an ihm erfreuen. Dass wir dabei frieren dĂŒrfen, ist ihm völlig egal.
Seit wir die neue „Park“-Straße haben - unsere treuen Leser wissen dies, wir lebten den gesamten vergangenen Sommer in Sand und Dreck - wurden Anfang November noch junge BĂ€umchen zwischen die neuen Parkbuchten gesetzt. Und wie ich es vorher schon vermutet hatte, werden diese BĂ€ume von Hunden und Herrchens gern besucht. So sammeln sich dort die Hinterlassenschaften der kleinen und großen Vierbeiner, denn leider hat es die Stadt Burgdorf versĂ€umt, auch eine Hundetoilette aufzustellen.
Nicht das ich falsch verstanden werde, ich habe nichts gegen Hunde, ich hĂ€tte gerne selber einen, bin aber zu faul, mit diesem mindestens dreimal tĂ€glich ‘um die HĂ€user’ zu gehen. Deshalb habe ich ja auch eine Katze. Doch im Gegensatz zu den Hunden verbuddelt diese ihr Aa in meinem Garten. Die Hunde scharren höchstens nochmal den Dreck ‘um ihr HĂ€ufchen herum’ weg. Das HĂ€ufchen, sagen wir besser, viele HĂ€ufchen, sammeln sich also jetzt um die neu gepflanzten BĂ€ume. Nicht sehr hygienisch und manchmal auch recht stinkend. Wie wĂ€r’s also mit einer Hundetoilette am Ende der Straße, sehr geehrte Burgdorfer Stadtverwaltung, dann wĂŒrde vermutlich doch das eine oder andere Herrchen bzw. Frauchen diesen Komfort nutzen. Die Stadt Lehrte hat es gut vorgemacht, dort gibt es mittlerweile 10 Hundetoiletten in den stark frequentierten Hunde-Gassi-Gegenden Uli

Wenn ich am Abend in einem Werbespot 12 x den gleichen Mann innerhalb von 2 Minuten sehe, dann geht der mir - selbst wenn er sehr bekannt und sympathisch ist, doch auf den Keks. Der wohl bekannteste deutsche Fußballtrainer strahlt in die Kamera und freut sich, irgendwo Urlaub machen zu können. Als Trainer strahlt er nur selten so.
Da frage ich mich, ob diese Werbung sinnvoll ist, denn ich kann den Anblick des Herrn nicht mehr ertragen. Ich habe nichts gegen den hochkarĂ€tigen Trainer (der sich ĂŒber einen kleinen Nebenverdienst freut!), ich habe nur etwas gegen diese stupide Werbung - und ich kann es nicht fassen, dass ein großen Reiseunternehmen so etwas abgesegnet hat.
Die schlimmste Werbung fĂŒr mich ist allerdings eine Waschmittelwerbung. Dort bekommen die Leute erst Schmutz auf ihre Kleidung geschmissen und dann zappeln sie so wild herum und der ganze Dreck fĂ€llt von alleine ab.  Tolles Waschmittel, wofĂŒr brauche ich dieses und die Waschmaschine dann eigentlich?
Diese Werbung - mal so und mal so - aber immer mit zappelnden Menschen - geht mir derart auf die Nerven, dass ich um dieses Waschmittel im Supermarkt einen großen Bogen mache.
Gut fĂŒr andere Unternehmen... Strategie - auch große Unternehmen sollten vorab ĂŒberlegen, ist diese Werbung gut oder abtörnend. 
Schön war einst die Werbung fĂŒr eine bekannte Automarke. Dort kaufte der Vater seinem Sohn ein Auto zum Geburtstag. Zeigte diesem den AutoschlĂŒssel und strahlte: „Bis du 18 bist, fahre ich den Wagen“. Der Sohn strahlte den Papa ebenfalls an und nahm ihm nichts ĂŒbel, denn er feierte wohl gerade seinen 1. Geburtstag. Vater und Sohn waren sympathisch und die Werbung fĂŒr dieses Auto witzig.
Mal sehen, ĂŒber welche Werbung ich mich in KĂŒrze aufregen kann, bis dahin viel Spaß beim WĂ€schewaschen wĂŒnscht Uli